29 June 2026, 18:14

ver.di droht mit Streiks bei Deutsche Post DHL nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Lohnstreit bei Deutsche Post AG: ver.di NRW erweitert Streiks

ver.di droht mit Streiks bei Deutsche Post DHL nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Die Gewerkschaft ver.di hat erhebliche Lohnerhöhungen für die Beschäftigten der Deutsche Post DHL Group (DPAG) gefordert. Sie verlangt eine 15-prozentige Gehaltserhöhung für 160.000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter sowie weitere finanzielle Verbesserungen. Bisher haben die Verhandlungen kein Angebot der Arbeitgeberseite hervorgebracht, was die Androhung von Streiks zur Folge hat.

Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehört eine 15-prozentige Lohnerhöhung für alle 160.000 organisierten Beschäftigten der DPAG. Davon entfallen 140.000 auf die Entgeltgruppen 1 bis 3, deren aktuelle Bruttomonatsgehälter zwischen 2.108 und 3.090 Euro liegen. Zudem fordert ver.di 200 Euro monatlich zusätzlich für Auszubildende und dual Studierende.

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Weitere Punkte umfassen die Beibehaltung der Postzulage für 23.000 beamtete Postmitarbeiter. Der vorgeschlagene Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Thomas Großstück, bei ver.di zuständiger Fachbereichsleiter für Postdienste in Nordrhein-Westfalen, betont, dass Streiks unvermeidbar seien. Er begründet dies mit der ausbleibenden Einigung nach zwei Verhandlungsrunden.

Die Gewerkschaftsvorschläge zielen auf Löhne, Zulagen und die Unterstützung von Auszubildenden in der gesamten Belegschaft der DPAG ab. Ohne ein Gegenangebot der Arbeitgeberseite bleibt die Möglichkeit von Arbeitskämpfen bestehen. Das Ergebnis wird Zehntausende Post- und Logistikbeschäftigte in Deutschland betreffen.

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