03 April 2026, 00:09

Traditioneller Saftmacher Milke stellt Produktion ein – Rohstoffmangel trifft NRW-Betrieb

Leere Supermarktregale in einer Reihe mit sichtbarem Boden.

Traditioneller Saftmacher Milke stellt Produktion ein – Rohstoffmangel trifft NRW-Betrieb

Ein bekannter Fruchtsaft- und Sirup-Hersteller in Nordrhein-Westfalen hat seinen Betrieb eingestellt, nachdem ihm wichtige Rohstoffe ausgegangen sind. Das regionale Unternehmen Milke Fruchtwerk meldete Insolvenz an, nachdem sein Hauptlieferant keine Äpfel, Birnen oder Rhabarber mehr liefern konnte. Durch die Schließung werden die Produkte des Unternehmens bald aus den Supermarktregalen der Region verschwinden.

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Jahre lang verarbeitete Milke Fruchtwerk jährlich rund 1.000 Tonnen Obst zu Säften und Sirupen. Doch in diesem Jahr sah sich das Unternehmen einer ausweglosen Situation gegenüber: Ohne Rohstoffe kam die Produktion vollständig zum Erliegen. Versuche, Obst aus anderen Quellen zu beziehen, scheiterten an den explodierenden Transportkosten, die den Betrieb wirtschaftlich unrentabel machten.

Die Lebensmittelbranche in ganz Deutschland kämpft seit 2025 mit steigenden Preisen und Engpässen. Besonders energieintensive Produktion und die Abhängigkeit von importierten Zutaten setzen kleinere Betriebe unter Druck. Viele stehen vor denselben Problemen wie Milke – stark gestiegene Energiekosten, höhere Löhne und ein Mangel an Fachkräften. Zwar gibt es keine genauen Zahlen darüber, wie viele Lebensmittelunternehmen in diesem Jahr schließen mussten, doch die allgemeinen Insolvenzdaten zeigen, dass bundesweit zwischen 17.600 und 24.000 kleine und mittlere Unternehmen zusammengebrochen sind.

Supermärkte wie Edeka und Rewe in NRW werden nun Lücken in ihren Regalen haben, wo einst die Produkte von Milke standen. Das Verschwinden vertrauter Marken spiegelt die größeren Lieferkettenprobleme wider, die sowohl Lebensmittelhersteller als auch Verbraucher betreffen.

Der Verlust von Milke Fruchtwerk unterstreicht die wachsende Belastung für Deutschlands Lebensmittelproduzenten. Angesichts von Rohstoffknappheit, steigenden Kosten und logistischen Hindernissen könnten weitere kleine Betriebe folgen. Verbraucher müssen sich in den kommenden Monaten auf weniger Auswahl und höhere Preise einstellen.

Quelle