12 March 2026, 18:09

Timothée Chalamet löst mit Opern- und Ballett-Kritik weltweite Empörung aus

Ein Bild mit dem Titel "Tanz an der Oper" von Jean Beraud aus dem Jahr 1889, das eine Gruppe von Tänzern in weißen Tutus und Hüten auf einer Bühne zeigt, die von Lichtern beleuchtet wird und von einem Photo Rahmen umgeben ist.

Opernstar kontert Timothée Chalamets Kritik - Timothée Chalamet löst mit Opern- und Ballett-Kritik weltweite Empörung aus

Timothée Chalamet steht seit Tagen im Zentrum einer hitzigen Debatte, nachdem er Oper und Ballett als veraltet abgetan hatte. Seine Äußerungen, die er während einer CNN-Variety-Diskussionsrunde gemacht hatte, wurden Anfang 2026 wieder aufgegriffen – just als sein neuester Film ins Oscar-Rennen ging. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Prominente, Tänzer:innen und Opernliebhaber:innen warfen ihm vor, mit seinen respektlosen Kommentaren jahrhundertealte Kunstformen herabzuwürdigen.

Auslöser der Kontroverse war Chalamets Aussage "Das interessiert heute niemanden mehr", mit der er sich über Ballett und Oper geäußert hatte. Seine Worte verbreiteten sich rasend schnell im Netz und zogen scharfe Kritik nach sich – unter anderem von Doja Cat, Whoopi Goldberg und der Solotänzerin des New York City Ballet, Megan Fairchild. Viele warf ihm vor, damit nicht nur das Engagement der Künstler:innen zu ignorieren, sondern auch den kulturellen Stellenwert dieser Traditionen zu untergraben.

Der italienische Opernstar Andrea Bocelli meldete sich bald zu Wort – allerdings ohne den Schauspieler anzugreifen. Stattdessen lud er Chalamet ein, eines seiner Konzerte zu besuchen. Oper und Ballett bezeichnete er als "lebendige Sprachen", die nach wie vor Menschen berühren und Generationen verbinden. Zudem zeigte sich Bocelli überzeugt, dass Chalamet als "sensibler Künstler" irgendwann deren emotionale Tiefe zu schätzen lernen werde.

Angesichts des wachsenden Drucks ruderte Chalamet später zurück und räumte ein, seine Wortwahl sei unglücklich gewesen. In einer Stellungnahme betonte er den Wert von Ballett und Oper und nannte sie "lebendige und inspirierende" Kunstformen. Doch seine Entschuldigung konnte die anhaltende Diskussion über den Respekt vor klassischer Bühnenkunst nicht beruhigen.

Der Streit wirft nun Fragen über Chalamets öffentliches Image auf – besonders in der heißen Phase der Award-Saison. Bocellis Einladung steht weiterhin, doch ob der Schauspieler sie annimmt, bleibt abzuwarten. Unterdessen verteidigen Künstler:innen und Fans weiterhin die Aktualität von Oper und Ballett in der modernen Kultur.

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