Taxibranche und Politik ringen um faire Wettbewerbsregeln in NRW
Vertreter des öffentlichen Nahverkehrs, der gewerblichen Personenbeförderung und der Taxibranche trafen sich diese Woche in Nordrhein-Westfalen mit politischen Entscheidungsträgern. Die von unternehmer nrw organisierte Zusammenkunft brachte Branchenverbände und Politiker an einen Tisch, um aktuelle Herausforderungen in der Taxiregulierung und den fairen Wettbewerb zu erörtern.
Die Gespräche wurden maßgeblich vom Verband Öffentlicher Verkehr Nordrhein (FPN), dem Verband des Straßenpersonenverkehrs NRW (VSPV) sowie dem Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) geführt. Im Mittelpunkt stand die Unterstützung von Kommunen und Regionen bei der Einrichtung verlässlicher Tarifsysteme für Taxidienste. Ein zentrales Thema war dabei der Wettbewerbsdruck durch Plattformanbieter wie Uber, den die Verbände als unfaire Konkurrenz kritisieren.
An den Diskussionen nahmen die Staatssekretäre Viktor Haase, Dr. Urban Mauer, Lorenz Bahr, Paul Höller, Josef Hovenjürgen und Christian Wiermer teil. Ebenfalls anwesend waren Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, der Vizepräsident des Landtages, Christof Rasche, sowie der Präsident von unternehmer nrw, Arndt G. Kirchhoff, neben rund 20 Abgeordneten verschiedener Parteien.
Thematisiert wurden unter anderem Sozialdumping, Steuerhinterziehung sowie die Forderung nach Festpreisen und Mindesttarifen im Taxigewerbe. Auch Versorgungslücken im ländlichen Raum und technologieneutrale Fahrzeugvorgaben standen auf der Agenda. Ein aktueller Beschluss des Essener Stadtrats zu Mindesttaxitarifen entwickelte sich dabei zu einem zentralen Diskussionspunkt – die Verbände plädieren für eine einheitliche Regelung in der gesamten Region.
Die Veranstaltung unterstrich den Bedarf an klareren Vorschriften für Taxibetriebe und faireren Marktbedingungen. Die Verbände kündigten an, die Zusammenarbeit mit der Politik fortzusetzen, um Wettbewerbsverzerrungen zu beheben und die Servicequalität zu verbessern. Als Reaktion auf die Gespräche könnten in Kürze einheitliche Richtlinien zu Tarifen und Regularien folgen.






