Stadtplaner:innen diskutieren lebendige Innenstädte der Zukunft in Solingen
Lotta HofmannStadtplaner:innen diskutieren lebendige Innenstädte der Zukunft in Solingen
Rund 30 Stadtplaner:innen aus etwa 20 Städten trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft der Innenstädte zu diskutieren. Die Veranstaltung in der Gläsernen Werkstatt drehte sich vor allem um die Belebung von Fußgängerzonen und deren Anpassung an moderne Anforderungen. Als Ausgangspunkt der Gespräche diente Solingens eigene Strategie "Stadt 2030".
Organisiert wurde das Treffen im Rahmen des NRW-Netzwerks Stadtentwicklung, einem einzigartigen Bündnis von rund 160 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Dieses Netzwerk bringt Städte und Gemeinden unterschiedlicher Größe zusammen, um Wissen auszutauschen und gemeinsame Herausforderungen in der Stadtplanung zu bewältigen.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Traditionelle Fußgängerzonen, die vor allem auf den Einzelhandel ausgerichtet sind, genügen den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Stattdessen forderten sie eine größere Vielfalt in der Nutzung von Innenstädten – etwa durch attraktiven Wohnraum, gut gestaltete öffentliche Räume und eine Mischung aus Funktionen, die über das reine Einkaufen hinausgeht.
Auch neue Mobilitätskonzepte wurden als zentraler Baustein für die Wiederbelebung der Städte hervorgehoben. Ein Vorschlag war, Radfahrer:innen in Fußgängerzonen zuzulassen, um Innenstädte zugänglicher und lebendiger zu gestalten. Fachleute betonten, dass die Modernisierung dieser Räume mutige Entscheidungen, langfristiges Engagement und eine klare gemeinsame Vision erfordert.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Stadt Emsdetten, die für ihre zukunftsweisenden Stadtentwicklungsstrategien gelobt wird. Andreas Budde, Solingens stellvertretender Bürgermeister, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Der Austausch zwischen den Städten helfe, bessere Lösungen für die Herausforderungen der Stadtentwicklung zu finden, so Budde.
Die Diskussionen fanden im Rahmen der Arbeitsgruppe Innenstadtentwicklung des NRW-Netzwerks statt. Diese Gruppe dient als Plattform für den Ideenaustausch zu Themen wie bezahlbarem Wohnraum, sozialer Stadtentwicklung und der Vermeidung von Verdrängung durch Erhaltungsverordnungen.
Das Treffen bestätigte einmal mehr, wie wichtig Kooperation bei der Neugestaltung von Innenstädten ist. Städte wie Solingen und Emsdetten erproben bereits neue Ansätze – von multifunktionalen Räumen bis hin zu aktualisierten Mobilitätsregeln. Das NRW-Netzwerk Stadtentwicklung unterstützt diese Vorhaben weiterhin, indem es Kommunen vernetzt und gemeinsame Lösungen fördert.






