Solinger Bürgerinitiative lehnt Mobilitätskonzept der Stadt ab – und fordert Nachbesserungen
Julian SchmitzSolinger Bürgerinitiative lehnt Mobilitätskonzept der Stadt ab – und fordert Nachbesserungen
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat das Integrierte Mobilitätskonzept der Stadt in seiner aktuellen Fassung abgelehnt. Nach Ansicht der Initiative werden zentrale Verkehrsprobleme nicht gelöst und frühere Vereinbarungen zur Verbesserung des ÖPNV ignoriert.
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Merscheider- und die Beethovenstraße, wo das Konzept die anhaltenden Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern nicht behebt. Obwohl es Lösungsvorschläge für diese Probleme gab, bleiben sie im endgültigen Entwurf unberücksichtigt.
Die BfS hinterfragt zudem die Ausweisung bestimmter Straßen als Hauptverkehrsadern. Dieser Schritt, so die Argumentation, bringe kaum Entlastung für Anwohner und stehe im Widerspruch zu früheren Zusagen, den Verkehrsdruck in Aufderhöhe zu verringern.
Ein weiterer Streitpunkt ist die Viehbachtalstraße, die ursprünglich für elektrisch betriebene Fahrzeuge priorisiert werden sollte. Das Konzept sieht diese Aufwertung nun nicht mehr vor – mit Verweis auf Haushaltsengpässe.
Trotz der Ablehnung bleibt die BfS am Prozess zur Gestaltung der Solinger Mobilitätszukunft beteiligt. Die Gruppe signalisiert konstruktive Mitarbeit und will das Konzept als Grundlage nutzen, dabei aber stärker bürgerorientierte Lösungen vorantreiben.
Mit der Ablehnung steht die Verkehrsstrategie der Stadt vorerst auf der Kippe. Die BfS wird weiterhin Änderungen einfordern, die lokale Bedürfnisse und frühere Versprechen berücksichtigen. Im nächsten Schritt dürfte es darum gehen, das Konzept so zu überarbeiten, dass Verkehrskonflikte, Budgetfragen und Anwohnerinteressen besser abgedeckt werden.






