17 June 2026, 18:56

Solingen übernimmt Not-Spielgruppen – doch die Kita-Krise bleibt ungelöst

SPD sieht 'Spielegruppen gegen Kindergartenmangel' positiv

Solingen übernimmt Not-Spielgruppen – doch die Kita-Krise bleibt ungelöst

Die Stadt Solingen hat die volle finanzielle Verantwortung für Not-Spielgruppen übernommen, um die akute Knappheit an Kinderbetreuungsplätzen zu entschärfen. Der Schritt erfolgt nach jahrelanger Unterfinanzierung und bürokratischen Verzögerungen, die zahlreiche Kita-Projekte blockiert haben. Familien, Erzieherinnen und Träger leiden gleichermaßen unter den Folgen der anhaltenden Krise.

Die SPD-Fraktion in Solingen kritisierte das Landesfamilienministerium scharf, weil es den dringenden Appell des Oberbürgermeisters nach mehr Investitionen in die Kita-Infrastruktur ignoriert habe. Die Staatregierung zeige kaum Interesse daran, die Engpässe in ganz Nordrhein-Westfalen zu beheben, hieß es.

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Horst Koss, jugendpolitischer Sprecher der SPD, lobte die Stadtverwaltung für die zügige Einrichtung der Spielgruppen. Zwar böten diese vorläufige Entlastung, seien aber keine dauerhafte Lösung, betonte er. Koss unterstrich, dass professionelle Kitas strukturierte frühkindliche Bildung gewährleisteten – etwas, das Spielgruppen nicht leisten könnten.

Die SPD-Fraktion kündigte zudem an, den Druck erhöhen zu wollen, um die wahren Verantwortlichen für die Krise auszumachen. Koss verwies darauf, dass der Mangel nicht nur Familien ohne Betreuungsplätze, sondern auch Eltern, Kinder, Fachkräfte und Träger belaste.

Da Landesmittel fehlen, trägt Solingen nun die vollen Kosten für die Not-Spielgruppen. Die Maßnahmen der Stadt bringen zwar kurzfristige Hilfe, doch die grundlegenden Probleme – Unterfinanzierung und bürokratische Hürden – bleiben ungelöst. Die SPD fordert weiterhin klare Verantwortlichkeiten und nachhaltige Lösungen.

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