Solingen droht Flächennot: 49 Hektar Gewerbegebiet fehlen – und es werden mehr
Julian SchmitzSolingen droht Flächennot: 49 Hektar Gewerbegebiet fehlen – und es werden mehr
Solingen steht vor einem wachsenden Mangel an Gewerbeflächen – mit Risiken für Arbeitsplätze und künftiges Wachstum. Die Stadt fehlen bereits 32 Hektar, nun soll mit Buschfeld ein zentrales Areal aus den Entwicklungsplänen gestrichen werden. Dadurch würde sich das Defizit um weitere 17 Hektar verschärfen – auf insgesamt 49 Hektar.
Der Stadtrat plant, Buschfeld in Grünflächen und Ackerland umzuwidmen. Die Entscheidung entspricht einer Nachhaltigkeitsstrategie, die vorsieht, bis 2030 keine weiteren versiegelten Flächen auszuweisen. Doch die Umnutzung würde Solingen die Möglichkeit nehmen, den eigenen Bedarf an Gewerbeflächen zu decken.
Die Freie Demokratische Partei (FDP) übt scharfe Kritik an den Plänen. Die Partei warnt vor negativen Folgen für die Wirtschaftsentwicklung und fordert den stellvertretenden Bürgermeister Budde auf, seine einseitige Entscheidung zurückzunehmen. Zudem wirft die FDP der Stadtverwaltung vor, sich zu sehr auf Bundes- und Landesmittel zu verlassen, statt die eigenen Haushaltsprobleme anzugehen.
Für die hochverschuldete Stadt Solingen sind die Einnahmen aus der Gewerbesteuer von zentraler Bedeutung. Um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen, ist die Ansiedlung von Unternehmen unverzichtbar. Der Verzicht auf Buschfeld als Gewerbegebiet würde die Flächennot weiter verschärfen. Die FDP besteht darauf, die Entscheidung zu revidieren, um die wirtschaftliche Zukunft Solingens zu sichern. Die finanzielle Stabilität der Stadt hängt davon ab, Investitionen zu gewinnen und die Steuerbasis zu verbreitern.
