Solingen blockiert private Kita auf der Ritaweg – trotz 1.000 fehlender Plätze
Lotta HofmannSolingen blockiert private Kita auf der Ritaweg – trotz 1.000 fehlender Plätze
Ein privater Investor hat vorgeschlagen, auf der Ritaweg in Solingen eine Kindertagesstätte zu errichten. Die Stadt lehnte den Plan jedoch ab – trotz eines Fehlbestands von über 1.000 Betreuungsplätzen. Kritiker werfen der Verwaltung vor, mit dieser Entscheidung die Bemühungen zur Bewältigung der wachsenden Nachfrage nach Kinderbetreuung zu behindern.
In Solingen fehlen derzeit mehr als 1.000 Plätze in Kitas. Die zögerliche Umsetzung neuer Einrichtungen hat bereits zu Frust geführt. Ein privater Investor brachte nun einen Bauvorschlag für ein Zentrum auf der Ritaweg ein – doch die Stadt sagte nein.
Jürgen Albermann, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat, verurteilte die Ablehnung scharf. Er bezeichnete das Vorgehen der Stadt als Hindernis für die Lösung des Platzmangels. Die FDP-Fraktion fordert nun vom Jugendhilfeausschuss Aufklärung über Baurechte und die Erschließung des vorgesehenen Grundstücks.
Trotz steigender Baukosten zeigt sich der Investor weiterhin bereit, das Projekt umzusetzen. Die FDP pocht darauf, dass die Stadt mit privaten Trägern zusammenarbeiten muss, um praktikable Lösungen zu finden. Die Liberalen erwarten von der Verwaltung, endlich aktiv zu werden und den Weg für neue Kitas zu ebnen. Der abgelehnte Antrag für die Ritaweg bleibt umstritten. Ohne Kooperation droht der Mangel an Betreuungsplätzen in Solingen weiter zu bestehen.
