Solingen behält Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um die Stroke Unit geht weiter
Lotta HofmannSolingen behält Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um die Stroke Unit geht weiter
Die SPD-Fraktion hat die Entscheidung der Kplus Gruppe begrüßt, ihre Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden aufzugeben. Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz bezeichnete diesen Schritt als positive Entwicklung für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann. Nun fordert sie zügige Maßnahmen, um die lokale Gesundheitsversorgung zu sichern.
Der Verzicht auf die Umzugspläne folgt auf massive Kritik an der Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses. Preuß-Buchholz macht die Unternehmensführung der Kplus Gruppe vollumfänglich für die entstandene Situation verantwortlich. Die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Konzerns bezeichnete sie als peinlich und empörend.
Das Städtische Klinikum Solingen verfügt bereits über die notwendige Infrastruktur für hochwertige Diagnostik und Behandlung. Doch steht nun die dringende Aufgabe an, möglichst schnell eine neue neurologische Abteilung mit einer Stroke Unit aufzubauen. Preuß-Buchholz betont, dass dafür konkrete finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung unerlässlich sei.
Ihrer Ansicht nach trägt nicht nur die lokale Politik und die Krankenhausleitung Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in Solingen. Auch der direkt gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Haug müsse die gesundheitlichen Belange der Stadt Priorität einräumen. Preuß-Buchholz hat sein bisheriges Engagement in dieser Frage öffentlich infrage gestellt.
Der Bedarf an Millioneninvestitionen bleibt akut. Das Städtische Klinikum Solingen muss nun unverzüglich mit dem Aufbau der neuen neurologischen Einheit beginnen. Die Kehrtwende der Kplus Gruppe markiert einen Wendepunkt – doch weitere Schritte und Finanzmittel sind weiterhin dringend erforderlich.






