02 April 2026, 18:06

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet 2030 mit 836 Millionen Euro

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Text, enth"{a}lt eine Illustration der Eisenbahnschienen.

S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet 2030 mit 836 Millionen Euro

Der lang ersehnte Ausbau der S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln rückt einen Schritt näher an die Realität. Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Bund haben gemeinsam 836 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt, wobei die Bauarbeiten voraussichtlich bereits Ende 2030 beginnen sollen. Wie offizielle Stellen bestätigen, liegen die Planfeststellungsbeschlüsse vor, sodass mit den Arbeiten begonnen werden kann, sobald die letzten Genehmigungen in diesem Sommer erteilt werden.

Der Ausbau der S11 bringt erhebliche Verbesserungen mit sich, darunter ein zweites Gleis, erweiterte Bahnhöfe, barrierefreie Zugänge und neue Mittelbahnsteige. Nach Fertigstellung werden die Züge im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten. Allerdings gibt es Verzögerungen im Zeitplan: Das ursprüngliche Fertigstellungsziel 2032 ist aufgrund von Überschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten nun fraglich.

Pendler müssen sich auf Jahre der Einschränkungen einstellen, beginnend mit der ersten größeren Gleissperre direkt nach Ostern 2026. Während der Bauphase sollen Ersatzbusse und Umleitungen über die Linien S6 und S12 die Verbindungen aufrechterhalten. Zudem wird das Angebot der Pendelbusse ausgebaut, um die Auswirkungen auf die täglichen Fahrgäste abzumildern.

Die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, kann nun mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Planung von Sperrzeiten beginnen, nachdem die Planfeststellung erteilt wurde. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstandsmitglied der DB InfraGO, erklärte, dass die Arbeiten unverzüglich starten könnten, sobald die Bundesgenehmigung vorliege. Bergisch Gladbachs Erster Bürgermeister Ragnar Migenda rechnet damit, dass die Bauarbeiten bis spätestens Ende 2030 beginnen werden.

Die Finanzierung des Projekts teilen sich der Bund (531 Millionen Euro) und das Land NRW (305 Millionen Euro). Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle notwendigen Genehmigungen bis zu diesem Sommer vorliegen sollten, um den Weg für die nächste Phase freizumachen.

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Der Ausbau der S11 verspricht nach seiner Vollendung schnellere und häufigere Verbindungen zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Doch zunächst müssen Pendler Jahre mit Sperrungen und Ersatzverkehrsmitteln überbrücken. Mit einem voraussichtlichen Baubeginn Ende 2030 bleibt der genaue Fertigstellungstermin des Projekts jedoch ungewiss.

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