12 March 2026, 08:05

Rücktritt des Stadtwerke-Chefs Hermes nach Bonner Grundstücksskandal

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Rücktritt des Stadtwerke-Chefs Hermes nach Bonner Grundstücksskandal

Olaf Hermes, der Chef der Bonner Stadtwerke, hat seinen Rücktritt im Zuge des anhaltenden Grundstücksskandals in Bonn bekannt gegeben. Er bestätigte, dass er bis zum Sommer das Unternehmen verlassen werde, und betonte, dass keine Umstände seine Pläne ändern würden. Sein Abschied fällt in eine Phase, in der das Unternehmen große Investitionen vorbereitet, gleichzeitig aber auch Einsparmaßnahmen im lokalen Nahverkehr vorantreibt.

Hermes hatte 2022 die Leitung der Bonner Stadtwerke übernommen. Im Dezember vergangenen Jahres deckte er den Skandal um das Grundstücksgeschäft am Flugplatz Hangelar auf und enthüllte mutmaßliche Einflussnahme auf die Transaktion. Aktuelle Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Unregelmäßigkeiten möglicherweise von einem Bonner Busunternehmer beeinflusst wurden, der zugleich ein bedeutender Spender der CDU ist.

Der Aufsichtsrat des Unternehmens bekräftigte trotz Hermes' Rücktritts seine Unterstützung für ihn und die Geschäftsführung. Daniel Rutte, Vertreter der Grünen, erklärte, Hermes habe "nichts falsch gemacht", und kritisierte, dass die eigentlichen Verantwortlichen für die Fehler weiterhin in ihren Positionen blieben.

Die Bonner Stadtwerke planen, einen vertraulichen Bericht über die mutmaßliche Einflussnahme an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln. Der Zeitpunkt von Hermes' Ausscheiden fällt mit den Bemühungen des Unternehmens zusammen, groß angelegte Investitionen umzusetzen und gleichzeitig die Ausgaben im ÖPNV zu senken.

Sein Rücktritt tritt im Laufe des Sommers in Kraft und hinterlässt die Bonner Stadtwerke mit der Aufgabe, sowohl die finanziellen Herausforderungen als auch die Folgen des Grundstücksskandals zu bewältigen. Die Staatsanwaltschaft wird nun den eingereichten Bericht prüfen und je nach Ergebnis mögliche rechtliche Schritte einleiten. Gleichzeitig muss das Unternehmen seine Investitionspläne mit der Notwendigkeit von Einsparungen im Nahverkehr in Einklang bringen.

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