Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35-Flugabwehrsysteme trotz Aktienrückgang
Lotta HofmannRheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35-Flugabwehrsysteme trotz Aktienrückgang
Rheinmetall sichert Großauftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für Skyranger-35-Flugabwehrsysteme
Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag über hunderte Millionen Euro für seine Flugabwehrsysteme vom Typ Skyranger-35 erhalten. Das Geschäft wird über einen EU-Mitgliedstaat im Rahmen des "Windfall-Profit-Mechanismus" finanziert und soll die ukrainischen Luftabwehrfähigkeiten stärken. Trotz der positiven Nachricht gab der Aktienkurs des Unternehmens am Dienstag jedoch nach.
Das Skyranger-35-System, das auf dem bewährten Leopard-1-Fahrgestell montiert ist, hat sich zu einem Schlüsselerzeugnis von Rheinmetall entwickelt. Es steht bereits bei der Bundeswehr im Einsatz und erfreut sich großer Nachfrage – insbesondere wegen seiner Fähigkeiten zur Drohnenabwehr. Im Rahmen der jüngsten Vereinbarung wird die Produktion bei Rheinmetall Italia SpA in Rom angesiedelt sein.
Der Auftrag folgt auf frühere Lieferungen an die Ukraine, darunter ein Prototyp und 18 einsatzbereite Fahrzeuge. Diese Systeme werden bereits zur Abwehr von Luftbedrohungen in der Region eingesetzt.
Die Reaktion der Märkte fiel jedoch verhalten aus: An der XETRA verlor die Rheinmetall-Aktie 1,16 %, an der Handelsplattform Tradegate betrug der Rückgang sogar über 2 %. Analysten weisen darauf hin, dass sich der Kurs kurzfristig in einer Abwärtsbewegung befindet – die allgemeine Sektorinstabilität überlagert selbst starke Fundamentaldaten wie diesen neuen Großauftrag.
Der aktuelle Vertrag unterstreicht Rheinmetalls Position als führender Anbieter von Flugabwehrtechnologie. Die Produktion in Italien wird nun hochgefahren, um die anhaltende Nachfrage zu bedienen. Dennoch bleiben Anleger verunsichert, da die branchenweite Volatilität weiterhin Druck auf den Aktienkurs ausübt.






