08 June 2026, 02:05

Revolutionäres Verfahren: Aus Müllasche werden Kupfer, Silber und Gold gewonnen

Zement statt Deponie - Recycling von Müllverbrennungsrückstand

Revolutionäres Verfahren: Aus Müllasche werden Kupfer, Silber und Gold gewonnen

Aus Müll werden wertvolle Rohstoffe: Neues Verfahren in Deutschland extrahiert Metalle aus Asche

Ein innovatives Projekt in Deutschland verwandelt Abfall in wertvolle Ressourcen. Forscher haben ein Verfahren entwickelt, um Kupfer, Silber und Gold aus der Asche zu gewinnen, die bei der Müllverbrennung übrig bleibt. Gleichzeitig lässt sich dieselbe Asche als Rohstoff für die Zementproduktion nutzen.

Allein im Jahr 2022 verbrannte Deutschland rund 25 Millionen Tonnen Abfall in Müllverbrennungsanlagen. Die feine Rückstandsasche enthält zwar nur geringe, aber wirtschaftlich interessante Mengen an Metallen – typischerweise 0,3 bis 0,5 Prozent Kupfer. Diese Konzentration gilt auch im klassischen Bergbau bereits als abbauwürdig.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt EMSARZEM hat nun einen Weg gefunden, diese Metalle zurückzugewinnen. Im Juli 2022 verlief ein großtechnischer Industrieversuch erfolgreich. Mit dem neuen Verfahren ließen sich jährlich bis zu 8.000 Tonnen Kupferkonzentrat aus der Asche gewinnen.

Daraus könnten etwa 2.800 Tonnen Kupfer sowie 20 Tonnen Silber und 100 Kilogramm Gold gewonnen werden. Bisher werden mit herkömmlichen Methoden jährlich rund 600.000 Tonnen Metalle aus Verbrennungsasche zurückgewonnen. Zudem soll die verbleibende Asche im Projekt als Rohstoff für die Zementherstellung wiederverwendet werden.

Das EMSARZEM-Verfahren ermöglicht es, Edelmetalle aus Abfall zu gewinnen, die sonst ungenutzt blieben. Bei einer großflächigen Einführung könnte es nicht nur die Metallrückgewinnung steigern, sondern auch Baustoffe liefern. Der Erfolg des Projekts könnte die Abfallwirtschaft und Rohstoffrückgewinnung nachhaltig verändern.

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