Polizei Siegen schlägt gegen Tuner-Szene und illegale Fahrzeugumbauten zu
Lotta HofmannPolizei Siegen schlägt gegen Tuner-Szene und illegale Fahrzeugumbauten zu
Polizei Siegen geht gegen illegale Fahrzeugumbauten und gefährliches Fahren vor
Letzten Freitagabend führte die Polizei Siegen eine großangelegte Kontrolle gegen illegale Fahrzeugmodifikationen und rücksichtsloses Fahrverhalten durch. Im Fokus standen dabei die sogenannte Tuner- und Poser-Szene in den Stadtteilen Geisweid und Weidenau. Beamte überprüften Fahrzeuge, verhängten Bußgelder und zogen bei einem Wagen sogar die Zulassung ein, nachdem multiple Verstöße festgestellt worden waren.
Die Aktion dauerte von 18:00 Uhr bis 1:00 Uhr nachts und konzentrierte sich auf bekannte Treffpunkte, darunter die HTS in Geisweid, der Parkplatz des Baumarkts Obi in Weidenau sowie mehrere Innenstadtstraßen. Allein auf der HTS in Richtung Kreuztal wurden über 200 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Rund 130 Fahrer erhielten Verwarnungsgelder, mehr als 70 müssen mit offiziellen Verfahren rechnen.
Besonders auffällig war ein weißer Nissan mit extrem lautem Auspuff. Der 37-jährige Fahrer aus Siegen hatte den sogenannten „db-Eater“ aus dem Schalldämpfer entfernt, was zu einer Ordnungswidrigkeitenanzeige führte. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs stellten die Beamten insgesamt elf separate Verstöße fest – Grund genug, die Zulassung sofort zu entziehen.
Während der Kontrollen sprachen die Beamten mit mehr als 25 Mitgliedern der Szene. Diese Gespräche führten zu weiteren Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, einer Strafanzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr sowie zusätzlichen Verwarnungsgeldern. Drei Fahrern droht nun der vorläufige Entzug des Führerscheins, da ein Fahrverbot im Raum steht.
Polizeidirektor Marcel Zirnsak betonte die konsequente Haltung der Behörden: „Strafbare Handlungen und Ordnungswidrigkeiten werden stets verfolgt.“ Nur verkehrssichere Fahrzeuge, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, würden geduldet, so Zirnsak weiter.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, illegale Umbauten und rücksichtsloses Fahrverhalten einzudämmen. Allein ein Fahrzeug mit elf Verstößen verlor die Zulassung, drei Autofahrer müssen mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen, und Dutzende weitere sehen sich mit Bußgeldern oder juristischen Konsequenzen konfrontiert.






