Phoenix Engineering: Mitarbeiter nach Insolvenz ohne Lohn und Wohnung
Lukas RichterPhoenix Engineering: Mitarbeiter nach Insolvenz ohne Lohn und Wohnung
Mitarbeiter von Phoenix Engineering ohne Lohn und Wohnung nach Insolvenzantrag
Arbeiter der Firma Phoenix Engineering sind nach der Insolvenzanmeldung des Unternehmens ohne Gehalt und obdachlos zurückgelassen worden. Mehrere Angestellte, darunter Alexandru Dodo und Alexandru Codrut Nicolae, wurden aus ihren Wohnungen in Koblenz und Vallendar zwangsgeräumt, nachdem die Mietzahlungen ausblieben. Das Unternehmen, das sie mit dem Verlegen von Glasfaserkabeln beauftragt hatte, sieht sich nun mit schweren Vorwürfen seiner Belegschaft konfrontiert.
Die Probleme begannen, als Phoenix Engineering seine Mitarbeiter über mehrere Wochen hinweg nicht bezahlte. Obwohl die Verträge einen Bruttostundenlohn von 14 Euro vorsahen, behaupten die Beschäftigten, dass ihnen Tausende Euro ausstehen. Alexandru Dodo und seine Kollegen wurden aus ihrer Wohnung in Koblenz-Güls gewiesen, nachdem das Unternehmen die Miete nicht mehr übernahm. Ähnliche Zwangsräumungen folgten in Vallendar, sodass die Arbeiter ohne sicheres Dach über dem Kopf dastehen.
Als Gründe für den finanziellen Kollaps nannte das Unternehmen steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen. Auf die Vorwürfe reagierte Phoenix Engineering mit dem Hinweis auf ein "schwieriges Marktumfeld", ging jedoch nicht direkt auf die ausstehenden Löhne ein. Unterdessen hat der Insolvenzverwalter Schritte eingeleitet, um die Gehälter der Mitarbeiter über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 abzusichern.
Vor Ort erhielt die Belegschaft Unterstützung von der Linken in Koblenz, die Nahrungsmittel und kurzfristige Unterkünfte bereitstellte. Mitglieder der Partei prüfen zudem Möglichkeiten rechtlicher Hilfe. Die betroffenen Arbeiter selbst haben jedoch bisher auf Sozialleistungen in Deutschland verzichtet und keine Strafanzeige gegen das Unternehmen erstattet.
Ursprünglich waren die Mitarbeiter im Rahmen eines Vertrags mit "Our Green Fiber" (OGF) für den Ausbau des Glasfasernetzes im Rhein-Lahn-Kreis eingestellt worden. Ihre plötzliche finanzielle und wohnliche Notlage hat sie in eine prekäre Situation gestürzt, während das Insolvenzverfahren läuft.
Die Pleite von Phoenix Engineering hat die Beschäftigten mit ausstehenden Löhnen und unerwarteten Räumungen zurückgelassen. Die Maßnahmen des Insolvenzverwalters zielen darauf ab, die verlorenen Einkommen zurückzuerstatten, doch die Arbeiter leben weiterhin in provisorischen Unterkünften. Lokale politische Gruppen bieten weiterhin Hilfe an, während sich die Lage weiterentwickelt.






