Ohligs City Ring: 35 Parkplätze fallen weg – doch wo bleiben die Alternativen?
Jakob WagnerOhligs City Ring: 35 Parkplätze fallen weg – doch wo bleiben die Alternativen?
Das Projekt „Ohligs City Ring“ soll Verkehr und Erreichbarkeit im Stadtteil verbessern. Dazu gehören Änderungen bei der Verkehrsführung, Bushaltestellen und Parkplätzen – mit dem Ziel, Sicherheit und umweltfreundliche Mobilität zu fördern. Doch die Pläne sorgen für Diskussionen, insbesondere wegen des Wegfalls von Parkflächen und unklarer Alternativen.
Insgesamt fallen 35 Parkplätze weg. Besonders betroffen sind die Kottendorfer Straße und die Bahnstraße, wo 28 Stellplätze durch neue Halteverbote und Verkehrsregeln entfallen. Zunächst verschwinden acht Plätze in der Nähe des Rennpatts, doch die Stadt plant Ersatz: Ein ehemaliger Schulbusbereich soll in eine Parkzone umgewandelt werden.
Geprüft wird zudem eine Einbahnstraßenregelung im Rennpatt. Diese soll den Verkehr entlasten, Busse flüssiger fahren lassen und Gehwege für Fußgänger freihalten. Gleichzeitig würde sie Lkw und Bussen die Zufahrt zur Bahnstraße erleichtern.
Barrierefreie Bushaltestellen – darunter eine speziell für Schulkinder – sind ebenfalls Teil des Konzepts. Sie sollen den ÖPNV attraktiver machen und die Anbindung an das Quartierszentrum verbessern. Die Stadt begründet die Maßnahmen vor allem mit Sicherheitsaspekten, etwa um Konflikte zwischen parkenden Autos, Bussen und dem Gegenverkehr zu verringern.
Doch es bleiben Fragen: Unklar ist, ob die wegfallenden Plätze am Rennpatt ersetzt werden – und wenn ja, wo. Auch die Gesamtzahl der öffentlichen Parkplätze im Gebiet wurde nicht genannt, ebensowenig wie die konkreten Auswirkungen des Verlusts von 35 Stellplätzen bewertet wurden.
Der Ohligs City Ring will grüne Mobilität stärken, die Erreichbarkeit vereinfachen und die Sicherheit erhöhen. Doch der Wegfall von Parkplätzen und fehlende klare Alternativen sorgen für Kritik. Nun muss die Stadt erklären, wie Anwohner, Kunden und Besucher ohne diese Flächen zurechtkommen sollen.






