16 March 2026, 16:11

NRW-Polizei jagt Influencer hinter illegalen Straßenrennen und gefährlichen Stunts

Ein Auto fährt auf einer Rennstrecke, umgeben von anderen Fahrzeugen, mit einer Person darin, der Hintergrund durch die Bewegung unscharf.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Influencer hinter illegalen Straßenrennen und gefährlichen Stunts

Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen illegale Straßenrennen und gefährliche Autostunts vor

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen verschärfen das Vorgehen gegen illegale Autorennen und riskante Fahrmanöver. Im Fokus der neuen Strategie stehen Online-Influencer, die mit Videos von Rasereien und spektakulären Stunts große Menschenmengen zu nicht genehmigten Treffen locken. Die Polizei warnt, dass das rücksichtslose Fahrverhalten bei solchen Events die öffentliche Sicherheit gefährdet.

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) werden die Szene künftig genau beobachten. Geplant ist die Überwachung der Social-Media-Kanäle von Influencern, um frühzeitig Hinweise auf geplante Treffen zu erkennen. Wird ein Event angekündigt, wollen die Behörden die Teilnehmer bereits auf dem Anmarsch abfangen – unterstützt durch Hubschrauber oder Drohnen, um Beweismaterial zu sammeln.

Bei von Influencern organisierten Treffen kommen oft Hunderte zusammen, was zu gefährlichen Fahrmanövern und öffentlichen Risiken führt. Nach den geltenden Sicherheitsgesetzen können die Behörden nun offizielle Verwarnungen aussprechen oder Influencer aus bestimmten Gebieten verbannen. Zudem soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der belgischen und niederländischen Polizei helfen, Rennfahrer zu stoppen, die sich der Verfolgung entziehen wollen.

Wie viele Influencer in der Region in den vergangenen Jahren bereits verwarnt oder angeklagt wurden, ist nicht zentral erfasst. Da die Fälle meist einzeln gemeldet werden, ist das Ausmaß des Problems nur schwer zu erfassen.

Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, illegale Rennen bereits im Vorfeld zu unterbinden. Durch die gezielte Überwachung der Online-Organisatoren und den Einsatz von Luftaufklärung hofft die Polizei, die gefährlichen Treffen einzudämmen. Wer erwischt wird, muss mit Verwarnungen, Gebietsverboten oder weiteren rechtlichen Konsequenzen nach den öffentlichen Sicherheitsbestimmungen rechnen.

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