08 May 2026, 16:05

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, mit der Aufschrift "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten.

NRW kämpft für Mutterschutz auch für selbstständige Frauen

Nordrhein-Westfalen drängt auf gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen

Die Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative gestartet, die von einer Machbarkeitsstudie und einem breiten Bündnis unterstützt wird. Derzeit bringen in Deutschland jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte.

Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat nun konkrete Vorschläge für einen Mutterschutz vorgelegt. Grundlage ist eine vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen. Kernstück des WHKT-Plans ist eine einmalige Pauschalzahlung als Lohnersatzleistung für die Dauer des Mutterschutzes.

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Das Wirtschaftsministerium veranstaltete kürzlich in Berlin eine Fachkonferenz zur Umsetzung. An den Gesprächen nahmen Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen teil. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft nicht als Berufsrisiko behandelt werden dürfe.

Nordrhein-Westfalen fordert seit Langem gesetzliche Änderungen, um selbstständige Frauen besser abzusichern. Ziel der Initiative ist es, die Lücke zwischen Angestellten und Solo-Selbstständigen zu schließen. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im kommenden Monat erwartet. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten tausende selbstständige Frauen während der Elternzeit finanziell abgesichert werden. Die Berliner Gespräche deuten auf wachsenden politischen Rückenwind für die Reformen hin.

Quelle