31 May 2026, 10:05

NRW erlebt besorgniserregenden Höchststand bei rechtsextremen Straftaten seit 2001

Lena Zingsheim-Zobel, MdL: Rechtsextreme Straftaten nehmen zu - "Schockierender Anstieg"

NRW erlebt besorgniserregenden Höchststand bei rechtsextremen Straftaten seit 2001

Nordrhein-Westfalen verzeichnet drastischen Anstieg rechtsextremer Straftaten

In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Zahl rechtsextremer Straftaten einen besorgniserregenden Höchststand erreicht – so viele Vorfälle wie seit 2001 nicht mehr. Wie aktuelle Zahlen zeigen, stiegen die gemeldeten Delikte 2025 um fast 11 Prozent auf 6.268 Fälle im gesamten Bundesland. Im Schnitt wird in NRW mittlerweile alle 90 Minuten eine solche Tat verübt – täglich sind es durchschnittlich 17.

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Die neuesten Daten offenbaren einen alarmierenden Trend bei politisch motivierter Gewalt. Landesweit kletterten rechtsextreme Straftaten von 5.641 im Jahr 2024 auf 6.268 im Jahr 2025. Besonders dramatisch ist der Anstieg bei gewalttätigen Vorfällen: Hier gab es einen Zuwachs von 24 Prozent – von 154 auf 191 Fälle.

In Mönchengladbach fällt der Anstieg besonders drastisch aus. Die Stadt verzeichnete 2025 insgesamt 139 rechtsextreme Straftaten – fast doppelt so viele wie im Vorjahr mit 78 Fällen. Damit gehört Mönchengladbach nun zu den zehn Kommunen in NRW mit den höchsten Fallzahlen in dieser Kategorie.

Doch nicht nur rechtsextreme Gewalt nimmt zu: Auch andere Hasskriminalität steigt deutlich an. Antisemitische Vorfälle erhöhten sich um 13 Prozent (von 695 auf 786). Straftaten wegen sexueller Orientierung nahmen um 27 Prozent zu (von 203 auf 257). Angriffe gegen Roma stiegen sogar um 47 Prozent (von 30 auf 44 Fälle).

Lena Zingsheim-Zobel, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Mönchengladbach, hat die Entwicklung öffentlich scharf verurteilt. Sie betonte, wie dringend Handlungsbedarf bestehe, da rechtsextreme Aktivitäten in der Stadt weiter zunähmen.

Die Zahlen für 2025 bestätigen einen beunruhigenden Aufstieg extremistischer Bestrebungen in ganz NRW. Mit rechtsextremer Kriminalität auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten wächst der Druck auf die Behörden, der Welle entgegenzutreten. Die Daten zeigen zudem, wie stark bestimmte Gruppen – darunter jüdische Gemeinschaften, LGBTQ+-Personen und Roma – überproportional betroffen sind.

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