14 March 2026, 08:07

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik weitere Amtszeit ZDF-Intendant

Ein altmodischer Fernseher zeigt "Heiße Nachrichten" auf einem grünen Hintergrund.

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik weitere Amtszeit ZDF-Intendant

Norbert Himmler bleibt nach einer Abstimmung im Rundfunkrat für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF. Die Entscheidung fiel ohne nennenswerten Widerstand, obwohl der Sender in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten war. Seine Amtszeit war geprägt von großen Erfolgen, aber auch von anhaltenden Fragen nach Reformen.

Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler Politikwissenschaft und Germanistik, bevor er 1998 als Volontär zum ZDF stieß – nach vorherigen Tätigkeiten als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter. Im Laufe der Jahre stieg er auf, übernahm Positionen wie Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und Direktor von ZDFneo.

Als Programmdirektor setzte er 2014 ein kühnes Zeichen und stellte Wetten, dass..?, die langjährige Unterhaltungsshow, ein. Doch 2021 holte er das Format als Intendant zurück – mit großem Erfolg: Die Ausgabe im November 2021 erreichte einen Marktanteil von 45 Prozent. Auch die Ausgabe 2022 schnitt stark ab, und das Finale im November 2023 verfolgten 12,13 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 45,3 Prozent.

Trotz anhaltender Debatten über die Relevanz des ZDF und eines Skandals um KI-generierte Bilder wurde Himmler im Amt bestätigt. Kritiker monieren, dass sich das Programm trotz Reformversprechen unter seiner Führung kaum verändert habe. Derzeit bezieht er ein Jahresgehalt von 372.000 Euro.

Mit der Zustimmung des Rundfunkrats am Freitag steht fest: Himmler wird das ZDF auch in den kommenden Jahren führen. Seine Amtszeit war bisher von hohen Einschaltquoten bei wiederbelebten Formaten und einer stabilen Führung geprägt – doch die Forderungen nach tiefgreifenderen Veränderungen bleiben bestehen. Die Zukunft des Senders liegt nun für die nächsten Jahre in seinen Händen.

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