13 June 2026, 04:04

NGG fordert sechs Prozent mehr Lohn für Gastronomiebeschäftigte zur WM 2026

Zum Fuball-WM-Turnier fordert die Gewerkschaft "Fair Play"

NGG fordert sechs Prozent mehr Lohn für Gastronomiebeschäftigte zur WM 2026

NGG im Rhein-Kreis Neuss fordert bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Gastronomiebeschäftigte während der WM

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) im Rhein-Kreis Neuss setzt sich für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in der Gastronomie während der Fußball-Weltmeisterschaft ein. Sie verlangt eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für Köchinnen und Köche, Servicekräfte und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Branche. Gleichzeitig warnt die Gewerkschaft Arbeitgeber davor, sich auf übermäßige Überstunden zu verlassen, um die stoßweise Auslastung in der WM-Zeit zu bewältigen.

Die NGG Krefeld-Neuss hat vor Turnierbeginn klare Forderungen formuliert: Ein Plus von sechs Prozent auf die Löhne aller Gastronomiebeschäftigten, was für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft in der Küche oder im Service mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten würde. Zudem müssen Arbeitgeber jede zusätzliche Arbeitsstunde während der WM vergüten – unbezahlte Überstunden dürfe es nicht geben.

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Die Gewerkschaft besteht darauf, dass Restaurants und Bars für die Spitzenzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einstellen. So solle ein „WM-Überstundenmarathon“ verhindert und eine faire Behandlung der Beschäftigten sichergestellt werden. Bei der Dienstplangestaltung müssten zudem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern oder Pflegeverantwortung berücksichtigt werden, die flexible Lösungen benötigen.

Die Tarifverhandlungen für die Gastronomiebranche in Nordrhein-Westfalen beginnen in der Woche nach dem WM-Auftaktspiel. Verhandlungspartner der NGG ist der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Die Gewerkschaft warnt die Arbeitgeber davor, durch Ausbeutung der Belegschaft während des Turniers ein „Eigentor“ zu schießen.

Mit ihren Vorschlägen will die NGG die Bezahlung und Arbeitsbedingungen in der Gastronomie verbessern. Werden die Forderungen nicht erfüllt, drohen Konflikte in einer ohnehin hektischen Phase. Die Gespräche mit dem DEHOGA sollen kurz nach WM-Beginn aufgenommen werden.

Quelle