Netflix' One Piece überrascht mit Sabo und Bartolomeo schon in Folge 1
Lotta HofmannNetflix' One Piece überrascht mit Sabo und Bartolomeo schon in Folge 1
Netflix' One Piece durchbricht die originale Zeitachse – mit zwei Schlüsselfiguren, die weit früher auftauchen als erwartet
In der neuen One Piece-Adaption von Netflix bekommen Fans zwei zentrale Charaktere bereits im ersten Episode zu sehen: Sabo und Bartolomeo, die im Manga und Anime erst deutlich später eingeführt werden. Diese ungewöhnlich frühe Einbindung der beiden hat unter den Zuschauern Fragen aufgeworfen – und Neugier auf die kreative Entscheidung dahinter geweckt.
In der ursprünglichen One Piece-Geschichte erscheint Sabo zunächst nur in Rückblenden und später während des Colosseum-Handlungsbogens. Bartolomeo, ein begeisterter Fan der Strohhut-Piraten, gibt sein Debüt erst im selben Arc. Die Netflix-Version hingegen lässt beide bereits in der ersten Folge auftreten – und verändert damit ihre etablierten Einführungen grundlegend.
Das Produktionsteam und Emily Rudd, die in der Serie die Rolle der Nami übernimmt, haben die Gründe für diese Abweichung erläutert. Bartolomeo wurde frühzeitig eingebaut, um Luffy in Loguetown einen Gesprächspartner an die Seite zu stellen und so das Gefühl der Isolation der Crew in den Anfangsszenen zu mildern. Sabos Auftreten hingegen überraschte Rudd selbst, als sie das Drehbuch erstmals las. Später bestätigte sie, dass Schöpfer Eiichiro Oda der vorverlegten Einführung zugestimmt habe.
Obwohl Oda seine Zustimmung nicht öffentlich in offiziellen Stellungnahmen dokumentiert hat, wurden beide Charaktere im Nachhinein in die Mengenszenen von Loguetown im Manga eingefügt. Diese subtile Ergänzung deutet darauf hin, dass er den kreativen Freiheiten der Realverfilmung offen gegenübersteht – wenn auch stillschweigend.
Die Änderungen bedeuten, dass Fans Sabo und Bartolomeo nun deutlich früher begegnen als im Original. Ihr Auftreten in Folge 1 dient dabei sowohl erzählerischen als auch emotionalen Zwecken: Sie füllen Lücken in den frühen Handlungsmomenten und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Gleichzeitig spiegeln die Anpassungen Odas zwar unausgesprochene, aber erkennbare Unterstützung für die kreativen Entscheidungen der Adaption wider.