Mönchengladbach plant lebendigen Campus-Boulevard für 6,9 Millionen Euro
Jakob WagnerMönchengladbach plant lebendigen Campus-Boulevard für 6,9 Millionen Euro
Mönchengladbach plant Umwandlung der Webschulstraße in einen lebendigen "Campus-Boulevard"
Die Stadt Mönchengladbach steht vor einer grundlegenden Umgestaltung der Webschulstraße, die künftig als attraktiver "Campus-Boulevard" das Universitätsviertel mit dem Wissens- und Innovationscampus (WICMG) verbinden und zu einem neuen städtischen Wahrzeichen werden soll. Die endgültige Entscheidung über das Projekt fällt der Stadtrat am 15. Mai.
Im Mittelpunkt der Pläne steht die Neugestaltung der Webschulstraße – dem Abschnitt zwischen den Universitätsgebäuden an der Rheydter Straße und dem WICMG an der Theodor-Heuss-Straße – zu einer fußgängerfreundlichen Zone. Der umgebauten Fläche sollen Wege, Plätze, Grünflächen, Sitzgelegenheiten sowie flexible Veranstaltungsbereiche mehr Lebensqualität verleihen. Herzstück wird der Vorplatz des historischen Backsteingebäudes sein, in dem die Fachrichtung Textil- und Bekleidungstechnik untergebracht ist.
Auch der Kfz-Verkehr wird sich deutlich ändern: Die Zufahrt von der Richard-Wagner-Straße in die Webschulstraße entfällt, während die bisherige Einbahnregelung aufgehoben wird. Bei den Parkplätzen gibt es Anpassungen – die Gesamtzahl sinkt von 151 auf 137, wobei ein zusätzlicher Stellplatz für Anwohner reserviert wird.
Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 6,9 Millionen Euro, wovon 97,5 Prozent aus dem Förderprogramm "Stärkung von Bergbauregionen im Wandel" stammen sollen. Bei einer Zustimmung könnte der Baubeginn 2027 erfolgen, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Der Campus-Boulevard soll die Lücke zwischen Universität und Innovationsstandort schließen. Durch die Priorisierung von Fußgängern und Radfahrern entsteht ein barrierearmer, lebendiger öffentlicher Raum. Ob das Vorhaben realisiert wird, entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. Mai.






