Meerbusch und Willich setzen auf Bürgerwindräder für die Energiewende bis 2045
Lukas RichterMeerbusch und Willich setzen auf Bürgerwindräder für die Energiewende bis 2045
Zwei Städte in Nordrhein-Westfalen rücken näher an ihr Ziel, bis 2045 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Meerbusch und Willich wollen sich künftig vollständig über lokale Wind- und Solarprojekte versorgen. Ein neues Bürgerenergie-Modell ermöglicht es Anwohnern nun, direkt in Windräder zu investieren, die in Münchheide und Dickerheide entstehen.
Insgesamt sind zwölf Windkraftanlagen in den beiden Gebieten geplant – sechs in Münchheide und sechs in Dickerheide. Die Projekte sind Teil einer breiter angelegten Initiative, um Deutschlands Klimaneutralitätsziel bis 2045 zu erreichen. Nach dem Bürgerenergiegesetz Nordrhein-Westfalens müssen Anwohner künftig die Möglichkeit erhalten, sich an erneuerbaren Energieprojekten in ihrer Nähe zu beteiligen.
Die Sparkasse Krefeld, die regionale Sparkasse, zeichnet für die Ausgabe der Sparbriefe verantwortlich, mit denen die Windräder finanziert werden. Für die beiden Anlagen in Münchheide stehen 1,2 Millionen Euro für Bürgerinvestitionen bereit. Weitere 1,5 Millionen Euro sind für drei Windräder in Dickerheide vorgesehen. Die Sparbriefe sind in zwei Phasen unterteilt, die sich in den Teilnahmebedingungen und Laufzeiten unterscheiden.
Anwohner können zwischen 1.000 und 10.000 Euro pro Person investieren. Die Sparbriefe haben eine Laufzeit von zehn Jahren und bieten einen festen jährlichen Zinssatz von 3,25 Prozent. Durch die lokale Ausrichtung der Investitionen bleiben die Gewinne in der Region und fördern gleichzeitig die Akzeptanz für die Bauvorhaben.
Die Kommunen und das lokale Versorgungsunternehmen treiben das Projekt voran. Ihr Engagement gilt als wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung in der Region.
Die Sparbriefe geben den Bürgern eine direkte Beteiligung an der Energiewende. Mit zwölf geplanten Windrädern tragen die Projekte dazu bei, dass Meerbusch und Willich ihr 100-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien vor 2045 erreichen. Gleichzeitig stärkt das Modell die regionale Wertschöpfung und sichert eine breitere Akzeptanz der neuen Infrastruktur.






