Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Sport

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Sport
Mainz hat in den letzten Wochen mehrere prägende Persönlichkeiten verloren, die in Kultur, Politik und Gemeinschaft der Stadt bleibende Spuren hinterlassen haben. Ihre Verdienste erstreckten sich über Sport, Karnevalstraditionen, Gesundheitswesen und öffentliches Engagement. Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, starb im Alter von 52 Jahren bei einem Verkehrsunfall. Er war 1996 zum Verein gestoßen und hatte in seiner Karriere acht Einsätze in der zweiten Liga absolviert. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), verstarb mit 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte hinweg entwarf er die aufwendigen Motivwagen, die beim Mainzer Rosenmontagszug zu sehen waren. Auch Elisabeth Klöver, eine weitere prägende Figur der Karnevalsszene, starb im Alter von 85 Jahren. Sie leitete jahrzehntelang das MCV-Hoftanzcorps und prägte dessen Auftritte und Traditionen. In der Politik verstarb Herbert Mertin, Justizminister von Rheinland-Pfalz und FDP-Politiker, mit 66 Jahren. Er amtierte zwei Legislaturperioden – von 1999 bis 2006 und erneut von 2016 bis zu seinem Tod. Bernhard Vogel, eine Ikone der deutschen Politik, verstarb mit 92 Jahren. Er hielt den Rekord für die längste kumulierte Amtszeit als Ministerpräsident: zwölf Jahre in Rheinland-Pfalz und elf Jahre in Thüringen. Die Kunst- und Medienszene trauert um Ulf Glasenhardt, der als Veranstaltungsmanager im Kulturclub Schon Schön lokale Events organisierte und Kooperationen mit anderen Einrichtungen förderte. Ekkehardt Gahntz, langjähriger ZDF-Nachrichtenjournalist, starb mit 79 Jahren; jahrzehntelang hatte er die Nachrichtenformate des Senders mitgeprägt. Barbara Rupp, eine der sieben Gründungsmitglieder des Fördervereins Unterhaus Mainz, verstarb nach 25 Jahren an der Spitze der Organisation (1983–2008). Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, setzte sich jahrelang für Barrierefreiheit und Inklusion ein. Dr. Thomas Flohr, Onkologe im Hämatologisch-Onkologischen Versorgungszentrum Mainz, starb mit 57 Jahren. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten durch fortschrittliche Therapien und einfühlsame Betreuung Hoffnung. Der Tod dieser Persönlichkeiten markiert in vielen Bereichen das Ende einer Ära für Mainz. Ihr Wirken in Sport, Politik, Karneval, Gesundheitswesen und gesellschaftlichem Engagement prägte das Gesicht der Stadt. Ihr Erbe wird das lokale Leben noch lange beeinflussen.

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