Mailänder Scala erhöht Preise – Stammgäste protestieren gegen teure Premiumplätze
Julian SchmitzMailänder Scala erhöht Preise – Stammgäste protestieren gegen teure Premiumplätze
Mails Mailänder Scala erhöht Preise für begehrte Plätze – Proteste unter Stammgästen
Die Mailänder Scala hat die Ticketpreise für einige ihrer gefragtesten Plätze angehoben. Die Erhöhung betrifft 36 Premium-Sitzplätze und sorgt vor allem bei den Loggionisti – den Stammgästen in den oberen Rängen – für Unmut. Bei Aufführungen kam es bereits zu Protesten, bei denen Flugblätter von den Balkonen geworfen wurden.
Die Preisanpassung fällt in eine Phase der Vorbereitung auf anstehende Tarifverhandlungen mit den Beschäftigten. Zudem verlagert das Opernhaus seine Werkstätten in den Stadtteil Rubattino. Durch diese Veränderungen sind die Kosten für ausgewählte Plätze gestiegen: Abonnements steigen von 800 auf 1.050 Euro.
Die Theaterleitung betont, dass die durchschnittlichen Erhöhungen gering ausfallen. Ein Platz in der Galerie werde in der Spielzeit 2025–26 45,56 Euro kosten, im folgenden Jahr 46,94 Euro. Die teuersten Sitze jedoch verteuerten sich um über 30 Prozent. Die Scala bleibt damit das teuerste Theater Europas – nur das Salzburger Festspiel übertrifft sie noch.
Die Führung des Hauses spielt die Kritik herunter und verweist darauf, dass nur ein kleiner Teil der Plätze betroffen sei. Intendant Fortunato Ortombina versicherte, dass es unter seiner Amtszeit keine weiteren Preiserhöhungen geben werde. Trotz der Kontroverse arbeitet die Scala derzeit mit einem Überschuss.
Die Anpassungen haben unter treuen Besuchern sichtbaren Widerstand ausgelöst. Die Leitung hält die Änderungen für notwendig und begrenzt. Weitere Erhöhungen sind unter dem aktuellen Intendanten vorerst vom Tisch.






