02 April 2026, 10:07

LSV lehnt "Boomer-Solidaritätsabgabe" ab und fordert faire Rentereformen

Altes Schwarz-Weiß-Pensionszertifikat mit einem Mannsbild, Text und Logo.

LSV lehnt "Boomer-Solidaritätsabgabe" ab und fordert faire Rentereformen

Der Seniorenbeauftragte von Nordrhein-Westfalen (LSV) kritisiert Pläne für eine sogenannte "Boomer-Solidaritätsabgabe"

LSV-Chef Karl-Josef Büscher bezeichnete den Vorschlag als provokant und forderte stattdessen faire Rentereformen. Anlässlich des Internationalen Tags der älteren Menschen am 1. Oktober machte die Organisation auf die Notwendigkeit eines differenzierteren Blicks auf das Altern aufmerksam.

Das diesjährige Motto "Ja zum Alter" sollte realistische und vielfältige Darstellungen älterer Menschen fördern. Der LSV betonte, dass viele Senioren durch jahrzehntelange Arbeit, Pflege und sozialen Zusammenhalt Wesentliches geleistet hätten.

Kritik an "Boomer-Solidaritätsabgabe" – Forderung nach gerechteren Renten Die geplante Abgabe lehnte der LSV als ungerecht ab und plädierte stattdessen für eine breiter angelegte Reform der Altersvorsorge. Büscher unterstrich die Dringlichkeit eines Systems, das mehr Bevölkerungsgruppen einbezieht und langfristige Gerechtigkeit sichert. Bisher gebe es in der EU kein anerkanntes Vorbild für eine generationenübergreifend faire Rentenpolitik, so der Verband.

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Mehr Anerkennung für Vielfalt statt Armutsdebatte Über die Rentenfrage hinaus will der LSV die Diskussion weg von der Spaltung zwischen Arm und Reich in Deutschland lenken. Stattdessen solle der vielfältige Beitrag älterer Generationen gewürdigt und eine Politik gefördert werden, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine Rentereform, die Generationengerechtigkeit herstellt. Da es in der EU keine bewährten Modelle gebe, pocht der LSV auf maßgeschneiderte Lösungen für die alternde deutsche Gesellschaft. Der Internationale Tag der älteren Menschen diente als Plattform, um diese Appelle zu unterstreichen – und gleichzeitig die Rolle Älterer in der Gesellschaft zu würdigen.

Quelle