04 April 2026, 02:06

Letzte Stunden für den "Sündenwald": Räumung beginnt trotz Proteste

Menschen demonstrieren auf einer Straße, halten Fahnen und Plakate, mit Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Letzte Stunden für den "Sündenwald": Räumung beginnt trotz Proteste

Abholzung des "Sündenwalds" in Manheim soll in den kommenden Tagen beginnen

Aktivist:innen, die das Gebiet seit dem Sommer 2025 besetzt halten, bereiten sich auf Widerstand gegen die Räumung vor. Ursprünglich sollte der Wald bereits Ende 2024 gerodet werden, doch Proteste verzögerten die Maßnahmen.

Der Energiekonzern RWE, dem fast das gesamte Gebiet von Manheim gehört, plant die Abholzung, um an die darunterliegenden Braunkohlevorkommen zu gelangen. Das Material wird für zukünftige Seenprojekte benötigt, darunter die Initiative "Wasser marsch", die ab 2030 Rheinwasser nutzen soll.

Aktuell halten sich noch etwa fünf bis zehn Personen im Wald auf und leben in Baumhäusern, die im Laufe des Sommers gebaut wurden. Mit Beginn der Rodungen werden weitere Protestierende erwartet. Als Reaktion hat die Stadt Kerpen ab dem 1. Oktober bis zum Abschluss der Arbeiten ein Betretungsverbot für Außenstehende verhängt.

Unterstützer:innen rufen zu Sachspenden wie Lebensmitteln und Kleidung auf, um die Aktivist:innen zu versorgen. Zudem findet am Montag um 11:00 Uhr vor Ort eine Pressekonferenz statt, auf der weitere Details bekannt gegeben werden könnten.

Das Schicksal des Waldes hängt nun davon ab, ob es den Aktivist:innen gelingt, die Abholzung zu stoppen. Das Betretungsverbot in Kerpen bleibt bestehen, und RWE will mit den Plänen für das Gelände voranschreiten. Nach der Pressekonferenz am Montag dürfte sich die Lage weiter klären.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle