LANUV bittet um Hilfe: Bürger sollen Wolfsspuren in NRW dokumentieren
Julian SchmitzStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfskot - LANUV bittet um Hilfe: Bürger sollen Wolfsspuren in NRW dokumentieren
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Düsseldorf bittet Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfserfassung in Nordrhein-Westfalen (NRW)
Wanderer, Jäger und Naturliebhaber sind aufgerufen, Fotos von mutmaßlichem Wolfskot für eine fachkundige Auswertung einzureichen. Die Aktion ist Teil der Bemühungen des LANUV, die wachsende Wolfspopulation in NRW zu überwachen und zu steuern. Besonders interessant sind Kotproben mit einer Länge von mindestens 20 Zentimetern und einem Durchmesser von 2,5 Zentimetern, die sichtbar Haare, Knochenreste oder Überbleibsel von Beutetieren enthalten. Wolfslosung wird oft an gut sichtbaren Stellen abgelegt – etwa auf erhöhter Fläche oder in der Nähe von vom Menschen geschaffenen Strukturen.
Die Fotos können über das Wolfsportal des LANUV hochgeladen werden, wo Fachleute sie begutachten. Erscheinen die Aufnahmen vielversprechend, entnimmt ein Mitarbeiter eine Probe für eine DNA-Analyse. Zudem sammelt die Behörde Speichelproben von Tieren, die möglicherweise von Wölfen gerissen wurden.
Die genetischen Untersuchungen helfen dabei, zu klären, ob es sich um bereits bekannte Wölfe oder neue Individuen handelt. Allein in den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) wurden durch solche Tests in anderen Bundesländern 28 Wolfsrudel und 15 Einzeltiere nachgewiesen – ein Beleg für den Bedarf an ähnlichen Erfassungsmaßnahmen in NRW.
Die gesammelten Daten sollen ein klareres Bild der Ausbreitung der Wölfe in NRW liefern. Durch die Einbindung der Bevölkerung will das LANUV seine Monitoring-Bemühungen verstärken und die Wanderbewegungen der Tiere besser nachvollziehen können. Die Ergebnisse fließen in die laufende Entwicklung von Wildtiermanagement-Strategien ein.






