Kult-Disko Agostea: Von Ritterrüstungen bis Slush-Eis – was unter den Hammer kam
Jakob WagnerKult-Disko Agostea: Von Ritterrüstungen bis Slush-Eis – was unter den Hammer kam
Gegenstände aus der ehemaligen Koblenzer Diskothek Agostea unter den Hammer gekommen
In zwei separaten Auktionen wurden Gegenstände aus der einstigen Koblenzer Kultdiskothek Agostea versteigert. Die Versteigerungen stießen auf europaweites Interesse – von einer Slush-Eis-Maschine bis hin zu einer Ritterrüstung fanden die Objekte neue Besitzer. Währenddessen bleibt die Zukunft des leerstehenden Geländes weiter ungewiss.
Die erste Auktion fand Ende März statt und lockte Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Unter den verkauften Stücken befanden sich kurieuse Objekte wie eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine. Ein Käufer, ein Ingenieur aus Zürich, reiste sogar extra nach Koblenz – nachdem er die deutsche Stadt mit ihrem Schweizer Namensvetter verwechselt hatte.
Derzeit läuft eine zweite Auktion mit über 100 Losen. Zu den Highlights zählen eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Gebote können noch bis zum 13. Mai abgegeben werden.
Viele der Objekte bleiben vor Ort: Koblenzer Unternehmen haben Andenken ersteigert, um das Erbe des Clubs zu bewahren. Doch für das Agostea-Gelände selbst gibt es noch keine konkreten Pläne. Ein gastronomisches Konzept wird diskutiert, doch Format und Betreiber stehen noch nicht fest.
Die Auktionen haben die Erinnerungsstücke der Agostea in alle Winde zerstreut, während lokale Käufer Teile der Clubgeschichte in Koblenz bewahren. Wie es mit dem Gelände weitergeht, ist zwar noch unklar – möglicherweise entsteht dort jedoch ein neues Gastronomieangebot. Bis dahin lebt der Geist des Clubs in den versteigerten Objekten und den Erinnerungen seiner Stammgäste weiter.






