17 April 2026, 06:08

"König der Löwen"-Streit eskaliert: Komponist verklagt Komiker wegen falscher Übersetzung

Alte Werbeplakat mit einem Löwenkopf mit wildem Ausdruck und wallender Mähne, mittig über dem Wort 'Löwe'.

"König der Löwen"-Streit eskaliert: Komponist verklagt Komiker wegen falscher Übersetzung

Ein Rechtsstreit hat sich zwischen dem Komponisten Lebohang Morake und dem Komiker Learnmore Jonasi über die Übersetzung des ikonischen Gesangs aus Der König der Löwen entzündet. Morake, bekannt unter seinem Künstlernamen Lebo M, verklagt Jonasi, weil dieser die Zulu- und Xhosa-Texte in seinen Comedy-Auftritten angeblich veralbert habe. Im Mittelpunkt des Streits steht Jonasis Behauptung, der Gesang bedeute "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" – und nicht, wie in Disneys offizieller Übersetzung, "Lebt hoch der König, wir alle verneigen uns vor dem König".

In der von Morake eingereichten Klage wird Jonasi vorgeworfen, den Gesang vorsätzlich falsch übersetzt und damit seine kulturelle Bedeutung untergraben zu haben. Laut Gerichtsunterlagen habe Jonasi seine Version als Tatsache dargestellt und nicht als Comedy, wodurch der Kläger argumentiert, dass damit jeglicher Schutz durch das First Amendment für Parodie oder Satire entfalle. Morakes Anwälte behaupten, die Äußerungen des Komikers hätten bereits Schaden in Höhe von über 20 Millionen US-Dollar verursacht und fordern zusätzlich 7 Millionen US-Dollar als Strafschadensersatz.

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Jonasi, ein simbabwischer Komiker, der bereits bei America's Got Talent auftrat, hatte Der König der Löwen in der Vergangenheit in seinen Programmen kritisiert. Nach Bekanntwerden von Morakes Verärgerung zeigte er sich bereit, gemeinsam mit dem Komponisten ein Video zu drehen, um die tiefere Bedeutung des Liedes zu erklären. Die Kontroverse erhielt weiteren Aufwind, als Jonasi die Klage auf Instagram teilte – der Beitrag verzeichnete über 3 Millionen Aufrufe und eine Flut unterstützender Kommentare.

Disneys offizielle Übersetzung des Gesangs bleibt "Lebt hoch der König, wir alle verneigen uns vor dem König" und steht damit im scharfen Kontrast zu Jonasis Interpretation. Morake, der den Gesang komponiert hat, bezeichnet die Version des Komikers als respektlos und als Abwertung seiner künstlerischen Arbeit.

Der Fall wird nun durch das Justizsystem verhandelt, wobei Morake Entschädigung für den angeblichen Schaden an seinem Ruf und Werk fordert. Jonasis öffentliche Reaktion deutet auf eine mögliche außergerichtliche Einigung hin, auch wenn bisher keine formelle Vereinbarung getroffen wurde. Das Urteil könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie kulturelle Werke in der Comedy interpretiert und diskutiert werden dürfen.

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