Kölner Zoll knackt 2024 die Fünf-Milliarden-Marke – mit Rekordbeschlagnahmungen und mehr Strafverfolgung
Jakob WagnerKölner Zoll knackt 2024 die Fünf-Milliarden-Marke – mit Rekordbeschlagnahmungen und mehr Strafverfolgung
Kölner Hauptzollamt meldet Rekordjahr 2024 mit fast fünf Milliarden Euro Einnahmen
Das Kölner Hauptzollamt verzeichnete 2024 ein Rekordjahr mit Einnahmen von knapp fünf Milliarden Euro. Zudem beschlagnahmte die Behörde über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr – und ging verstärkt gegen Drogenhandel sowie Schwarzarbeit in der Region vor.
Das Kölner Amt, das größte Ausbildungszentrum für den Zolldienst in Deutschland, bildet derzeit 385 Nachwuchskräfte aus. Seine Finanzkontrollstellen prüften 2024 über 800 Arbeitgeber und leiteten mehr als 5.000 Ermittlungen wegen illegaler Beschäftigung ein. Dabei wurden Betrugsfälle mit einem Schaden von über 40 Millionen Euro aufgedeckt, die zu Haftstrafen in einer Gesamtlänge von 34 Jahren führten.
Die Einfuhrumsatzsteuer blieb mit rund vier Milliarden Euro die wichtigste Einnahmequelle. Weitere 577 Millionen Euro stammten aus Verbrauch- und Verkehrsteuern. Die Zahl der Zollanmeldungen stieg leicht auf 10,5 Millionen.
Im Bereich der Strafverfolgung beschlagnahmte das Kölner Zollamt fast die Hälfte des bundesweit sichergestellten Crystal Meth, knapp ein Drittel des Haschischs und etwa ein Drittel des Marihuanas. Zudem zogen die Beamten Waren im Wert von rund 22 Millionen Euro ein, darunter die 3,8 Millionen unversteuerten Zigaretten – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
Die Bilanz unterstreicht die zentrale Rolle Kölns als Drehscheibe für Zollkontrollen und Steuereinnahmen. Mit Rekordbeschlagnahmungen, steigenden Steuererträgen und kontinuierlichen Ausbildungsbemühungen festigt die Behörde ihren Einfluss auf die nationale Sicherheit und die öffentlichen Finanzen.






