31 May 2026, 14:06

KI revolutioniert Leiterplatten-Prüfung an der Bergischen Uni Wuppertal

Automatisierte Qualitätsprüfung von Leiterplatten mit künstlicher Intelligenz

KI revolutioniert Leiterplatten-Prüfung an der Bergischen Uni Wuppertal

An der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln Forscher ein neues, KI-gestütztes Prüfsystem für Leiterplatten (PCBs). Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Projekt zielt darauf ab, die Fehlererkennung in der Elektronikfertigung zu verbessern. Dabei arbeiten akademische Expertise und Industriepartner zusammen, um einen entscheidenden Schritt in der Produktion zu automatisieren.

Die auf zwei Jahre angelegte Initiative vereint ein Team der Bergischen Universität Wuppertal, der Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH sowie den Forscher Jannis Pietruschka. Professor Stefan Bracke, Inhaber des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse, fungiert als wissenschaftlicher Ansprechpartner des Projekts.

Das System soll unbestückte Leiterplatten direkt nach dem Verzinnungsprozess prüfen – noch bevor weitere Bauteile hinzugefügt werden. In dieser Phase kommt es häufig zu Falschmeldungen durch Lichtreflexionen, eine Herausforderung, die die neue Technologie bewältigen soll. Durch die Aufnahme von Bildern aus verschiedenen Winkeln verringert die KI Fehler, die durch täuschende Lichteffekte entstehen.

Anschließend analysieren KI-Algorithmen die Aufnahmen, um Defekte zu erkennen – und zwar ohne vorgegebene Referenzmuster. Pentagal entwickelt die mechanischen und mechatronischen Komponenten des Systems und plant, es in ihre Heißluft-Lötstoppmaschinen (HASL) zu integrieren. Für die Umsetzung stellt das BMWK Fördermittel in Höhe von 216.683 Euro bereit.

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Die Zusammenarbeit stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Digitalisierung der Elektronikproduktion dar. Sobald das System eingesetzt wird, ermöglicht es schnellere und zuverlässigere Qualitätskontrollen für Leiterplatten. Langfristig könnte die Technologie branchenweit eingeführt werden, um Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten.

Quelle