Katharinenball feiert das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen mit Kunst und Geschichte
Jakob WagnerKatharinenball feiert das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen mit Kunst und Geschichte
Der Katharinenball vereint Kultur, Kunst und Öffentlichkeit zur Feier des Erbes der Russlanddeutschen
Kürzlich brachte der Katharinenball Kulturpersönlichkeiten, Künstler und Vertreter der Öffentlichkeit zusammen, um das kulturelle Erbe der Russlanddeutschen zu würdigen. Die Veranstaltung rückte ihre Geschichte, ihre Leistungen und ihren Durchhaltewillen durch Theater, Mode und Musik in den Mittelpunkt.
Höhepunkt des Abends war die Theaterproduktion „Mein Volk“, die die Reise der Spätaussiedler nachzeichnete – von Katharinas des Großen Manifest bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland. Eine Wanderausstellung mit dem Titel „Geschichte als Schlüssel zur Gegenwart“ beleuchtete zudem das Schicksal deutscher Kolonisten, die 1766 und 1767 ins Russische Reich auswanderten.
Zu den Ehrengästen zählten Peter und Maria Warkentin, Stephan Grossmann, Björn Werner, Tamara Kudelin sowie Ida Martjan und weitere prominente Persönlichkeiten. Der Modedesigner August Raddatz präsentierte in einer opulenten Schau seine Winterkollektion 2026–2027 unter dem Titel „Tempo und Emotion“. Die Sängerin Helena Goldt begeisterte das Publikum mit einer mitreißenden Darbietung, die ihre stimmliche Brillanz und Bühnensouveränität unter Beweis stellte.
Veranstaltet wurde der Ball von Katharina Martin-Virolainen und Oleg von Riesen in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Mein Volk“ und dem Verein KuBIK e.V. Die Feier galt als Hommage an die ältere Generation, die durch Opfer und Stärke den Grundstein für den Erfolg der Gemeinschaft legte.
Der Katharinenball ehrte die Kultur, Musik und Geschichte der Russlanddeutschen und erinnerte zugleich an ihre Leidenswege – von Deportationen und Repressionen bis hin zu ihren Erfolgen in der deutschen Gesellschaft. Der nächste Katharinenball wird diese Tradition der Verbundenheit und des Gedenkens fortsetzen.
