17 June 2026, 18:38

Junge Freie Wähler NRW fordern Rettungspaket für marode Schwimmbäder in der Krise

Schwimmbad oder Schwimmbehälter? - JUNGE FREIE WÄHLER fordern Investitionen in lokale Infrastruktur

Junge Freie Wähler NRW fordern Rettungspaket für marode Schwimmbäder in der Krise

Die JUNGEN FREIEN WÄHLER (JFW) NRW kritisieren die Haushaltsentscheidungen der Regierung, da diese die Finanzierung der lokalen Infrastruktur vernachlässige. Besonders besorgniserregend sei der desolate Zustand der Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen.

2023 verzeichnete Deutschland 378 Ertrinkungstote, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig Jahren. In vielen Fällen waren mangelnde Schwimmfähigkeiten und eine falsche Selbsteinschätzung entscheidende Ursachen.

Zahlreiche Hallen- und Freibäder in NRW sind mittlerweile marode, was zu dauerhaften Schließungen oder langfristigen Stilllegungen führt. Etwa jedes fünfte Grundschulkind in der Region kann nicht schwimmen.

Während die Bundesregierung 2020 20 Millionen Euro in Radwege in Peru investierte, stellte NRW lediglich drei Millionen Euro für die Instandhaltung von fünf Containerbecken als provisorische Schwimmlösungen bereit. Die JFW NRW hält diesen Ansatz für nicht nachhaltig.

Die Organisation fordert nun die Bundesregierung auf, stärker in die heimische Infrastruktur zu investieren. Gleichzeitig ruft sie die Landesregierung von NRW dazu auf, bestehende Schwimmstätten zu sanieren und dauerhaft instand zu halten.

Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der die Zahl der Ertrinkungsunfälle hoch bleibt und die Schwimmfähigkeiten von Kindern weiter nachlassen. Die JFW NRW betont, dass bessere Finanzierung und Wartung der Bäder weitere Unfälle verhindern könnten. Die bisherigen Maßnahmen seien für den langfristigen Bedarf unzureichend.

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