Jugendtheater-Festival begeistert mit mutigen und tiefgründigen Inszenierungen
Jakob WagnerJugendtheater-Festival begeistert mit mutigen und tiefgründigen Inszenierungen
Sieben herausragende Jugendtheaterproduktionen standen bei diesem Jahrgang des Festivals im Mittelpunkt. Jedes Stück setzte sich mit tiefgründigen existenziellen Fragen auf ehrliche und kreative Weise auseinander. Das Publikum reagierte mit stehenden Ovationen bei jeder Vorstellung und feierte die mutigen und bewegenden Arbeiten der jungen Darsteller:innen.
Eine zehnköpfige Fachjury wählte die sieben Produktionen aus über hundert Einreichungen aus. Nordrhein-Westfalen und Berlin führten mit den meisten Beiträgen, gefolgt von Brandenburg. Die ausgewählten Stücke reichten von intimen persönlichen Geschichten bis hin zu politisch aufgeladenen Inszenierungen.
Ein besonderer Höhepunkt war TRAUER//FALL von POLYLUX, bei dem 13- bis 18-Jährige private und öffentliche Trauer erkundeten. Ihr tief persönlicher, zugleich politischer Ansatz hinterließ einen starken Eindruck. Ein weiterer Höhepunkt war FRISCH gefragt! des RambaZamba Theaters, das projizierte Fragen mit intensiver körperbetonter Bühnensprache verband.
Waltraud900s APOLLON – STOP TRYNA BE GOD hinterfragte mit Humor und Verspieltheit traditionelle männliche Rollenbilder. Gustav Becker, einer der Darsteller, verriet sogar seinen Traum, kein Fan von Fortuna Düsseldorf mehr sein zu müssen. Die Produktion war Teil des Kölner Abendprogramms und von Schulvorstellungen und erhielt später eine Einladung zum 47. Theatertreffen der Jugend in Berlin.
Neben den Aufführungen umfasste das Festival auch Workshops und unterstrich so seinen Fokus auf Unmittelbarkeit und Authentizität. Jeder Abend endete mit stehenden Ovationen für die furchtlose Erzählkunst der jungen Künstler:innen.
Das Festival zeigte eindrucksvoll, wie Jugendtheater große Fragen mit Ehrlichkeit und Originalität angehen kann. Alle sieben Produktionen kommen nun für weitere Auszeichnungen infrage, darunter mögliche Einladungen zu bundesweiten Veranstaltungen. Ihr Einfluss auf das Publikum und die Theaterszene bleibt unübersehbar.






