08 June 2026, 12:11

Jugendtheater-Festival begeistert mit mutigen Inszenierungen und stehenden Ovationen

Deutschland, warum weinst du nicht, Deutschland, wovon träumst du?

Jugendtheater-Festival begeistert mit mutigen Inszenierungen und stehenden Ovationen

Sieben herausragende Jugendtheaterproduktionen standen bei diesem Jahrgang des Festivals im Mittelpunkt. Jedes Stück setzte sich mit tiefgründigen existenziellen Fragen auf ehrliche und kreative Weise auseinander. Das Publikum reagierte mit stehenden Ovationen bei jeder Vorstellung und feierte die mutigen und bewegenden Leistungen der jungen Darsteller:innen.

Eine zehnköpfige Fachjury wählte die sieben Produktionen aus über hundert Einreichungen aus. Nordrhein-Westfalen und Berlin führten mit den meisten Beiträgen, gefolgt von Brandenburg. Die ausgewählten Stücke reichten von intimen persönlichen Geschichten bis hin zu politisch aufgeladenen Inszenierungen.

Ein besonderer Höhepunkt war TRAUER//FALL von POLYLUX, bei dem 13- bis 18-Jährige private und öffentliche Trauer erkundeten. Ihr tief persönlicher und zugleich politischer Ansatz hinterließ einen starken Eindruck. Ein weiterer Höhepunkt war FRISCH gefragt! vom RambaZamba Theater, das projizierte Fragen mit intensiver körperbetonter Bühnensprache verband.

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Waltraud900s APOLLON – STOP TRYNA BE GOD hinterfragte auf humorvolle und spielerische Weise traditionelle männliche Rollenbilder. Gustav Becker, einer der Darsteller, verriet sogar, er träume davon, kein Fan von Fortuna Düsseldorf mehr zu sein. Die Produktion war Teil des Kölner Abendprogramms und von Schulvorstellungen und erhielt später eine Einladung zum 47. Theatertreffen der Jugend in Berlin.

Neben den Aufführungen umfasste das Festival auch Workshops und unterstrich damit seinen Fokus auf Unmittelbarkeit und Authentizität. Jeder Abend endete mit stehenden Ovationen für die furchtlose Erzählkunst der jungen Künstler:innen.

Das Festival zeigte eindrucksvoll, wie Jugendtheater große Fragen mit Ehrlichkeit und Originalität angehen kann. Alle sieben Produktionen kommen nun für weitere Auszeichnungen in Frage, darunter mögliche Einladungen zu bundesweiten Veranstaltungen. Ihr Einfluss auf das Publikum und die Theaterszene bleibt unübersehbar.

Quelle