13 March 2026, 20:13

Jörg Schönenborn verlässt WDR-Führung und kehrt als Tagesthemen-Moderator zurück

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte auf einem Fernseher mit blauem Hintergrund, identifiziert als chinesischer Nachrichtensprecher durch den Text am unteren Bildrand.

Er übernimmt den 'Tagesthemen'-Moderationsjob - Jörg Schönenborn verlässt WDR-Führung und kehrt als Tagesthemen-Moderator zurück

Jörg Schönenborn scheidet nach vier Jahrzehnten beim WDR aus seiner Position als Programmdirektor aus. Ab Mitte 2026 wird er als Moderator zu den Tagesthemen wechseln und dort Ingo Zamperoni sowie Jessy Wellmer unterstützen. Sein Abschied markiert das Ende einer Ära für die Führungsriege des Westdeutschen Rundfunks.

Schönenborn begann seine Karriere beim WDR Mitte der 1980er-Jahre und stieg vom Journalisten zum Chefredakteur auf. 2019 übernahm er die Leitung des Programmbereichs und zeichnete seither für zentrale politische Sendungen verantwortlich. Mehr als 20 Jahre lang prägte er als Moderator die Tagesschau, die Tagesthemen sowie die ARD-Wahlberichterstattung und beeinflusste maßgeblich, wie das Publikum in Nordrhein-Westfalen Nachrichten wahrnimmt.

Sein Einfluss reicht jedoch über die Moderation hinaus. Als Gastgeber des ARD-Presseclubs und als Wahlanalyst hat er sich durch klare und glaubwürdige Berichterstattung einen Namen gemacht. ARD-Vorsitzender Florian Hager bezeichnete ihn als "Vorkämpfer für hochwertigen Journalismus", während NDR-Intendant Hendrik Lünenborg ihn als "einen großen Gewinn" sowohl für die ARD als auch für ihre Zuschauer würdigte.

WDR-Intendantin Katrin Vernau betonte die Lücke, die sein Weggang in der Führungsmannschaft des Senders hinterlassen wird. In seiner neuen Rolle wird sich Schönenborn darauf konzentrieren, die politische Berichterstattung in Das Erste und auf den digitalen Plattformen zu stärken. Er habe stets Wert darauf gelegt, Nachrichten so aufzubereiten, dass die Zuschauer sich eine eigene Meinung bilden können, hieß es.

Mit seinem Wechsel zu den Tagesthemen erweitert Schönenborn seine Präsenz in der bundesweiten politischen Berichterstattung. Er bleibt weiterhin als Wahlanalyst tätig und wird den ARD-Presseclub weiter moderieren. Seine jahrzehntelange Erfahrung beim WDR kommt nun direkt den Flaggschiff-Nachrichtensendungen der ARD zugute.

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