14 June 2026, 12:05

Jochen Ott will SPD in NRW mit Sozialpolitik aus der Krise führen

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott will SPD in NRW mit Sozialpolitik aus der Krise führen

Die SPD in Nordrhein-Westfalen steht vor einem deutlichen Rückgang der Wählergunst – in Umfragen liegt die Partei derzeit nur noch zwischen 14 und 18 Prozent. Als Spitzenkandidat für die anstehende Landtagswahl wurde Jochen Ott nominiert, der bei einem Parteitag in Düsseldorf mit 96,2 Prozent der Delegiertenstimmen eine überzeugende Unterstützung erhielt.

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Ott hat eine klare Kampagnenstrategie vorgelegt: Die SPD soll sich als Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positionieren. Er warnt vor dem, was er als „Klassenkampf von oben“ bezeichnet, und weist die Vorstellung zurück, die AfD vertrete die Interessen der „einfachen Leute“.

Zu seinen zentralen Forderungen gehört eine „Sozialwohnungs-Offensive“, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und soziale Gerechtigkeit wiederherzustellen. Zudem plant er einen „Chancen-Fonds für Kinder“, der jedem Neugeborenen 5.000 Euro zuschusst. Langfristig will Ott Nordrhein-Westfalen zum familienfreundlichsten Bundesland Deutschlands machen.

Trotz der aktuellen Schwächephase der SPD gab es auch Erfolge auf lokaler Ebene: 2022 gewann der SPD-Kandidat Marc Herter die Oberbürgermeisterwahl in Hamm mit 63,6 Prozent der Stimmen. Dennoch gilt CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst weiterhin als Favorit für die Landtagswahl.

Mit dem deutlichen Rückhalt der Delegierten startet Ott einen entschlossenen Versuch, die SPD wieder zu stärken. Die Schwerpunkte auf Wohnungsbau, Familienpolitik und soziale Gerechtigkeit werden die Kampagne prägen. Die Wahl wird zeigen, ob diese Themen den Absturz der SPD in den Umfragen stoppen können.

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