ITV kämpft mit Programmkonflikten: Warum Coronation Street und Emmerdale wieder verschoben werden
Jakob WagnerITV kämpft mit Programmkonflikten: Warum Coronation Street und Emmerdale wieder verschoben werden
ITVs beliebte Daily-Soaps Coronation Street und Emmerdale stehen nur fünf Monate nach Einführung der „Seifen-Powerstunde“ bereits vor neuen Programmkonflikten. Der tägliche Sendeblock von 20 bis 21 Uhr sollte beiden Serien einen besseren Prime-Time-Platz verschaffen – doch Überschneidungen mit Livesport und anstehenden Großereignissen wie der WM 2026 drohen, sie erneut aus dem Programm zu verdrängen.
Zuschauer mussten bereits erleben, wie Folgen gestrichen oder in weniger attraktive Sendezeiten verschoben wurden, was bei Fans für Verärgerung sorgt.
Im vergangenen Herbst hatten die ITV-Verantwortlichen die „Seifen-Powerstunde“ eingeführt und Emmerdale auf 20:00 Uhr sowie Coronation Street auf 20:30 Uhr an jedem Wochentag gelegt. Die Umstellung sollte die Quoten stärken – und tatsächlich stiegen die Streaming-Zahlen bald darauf: Beide Serien verzeichneten einen Anstieg der Online-Abrufe um 48 Prozent im Jahresvergleich und erreichten monatliche Rekordwerte.
Doch der neue Sendeplan verlief nicht ohne Probleme. Sportübertragungen, darunter Fußballspiele, zwangen die Serien wiederholt zur Absage oder Verschiebung auf den Sonntagabend. Erst diese Woche wurden beide Soaps aus ihren gewohnten Slots genommen und die Folgen stattdessen in einer einzigen Stunde am Sonntag zusammengefasst. Die plötzlichen Änderungen lösten bei den Zuschauern wütende Reaktionen aus.
Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Wie die Sun berichtet, werden sich die Programmkonflikte bis 2026 fortsetzen, wenn die Fußball-WM die Soaps erneut aus ihren Prime-Time-Plätzen verdrängen könnte. Die Turnierspiele könnten ITV dazu zwingen, Folgen zu verschieben oder ganz zu streichen – ein Déjà-vu der jüngsten Chaosphase.
Die anhaltenden Programmprobleme zeigen das Spannungsfeld zwischen Livesport und ITVs Seifen-Line-up. Mit der WM 2026 vor der Tür scheinen weitere Störungen unvermeidbar. Bis dahin müssen sich die Zuschauer auf kurzfristige Änderungen einstellen – oder die Folgen im Stream nachholen, wo die Nachfrage nach beiden Serien weiterhin hoch bleibt.






