Inklusive Ausbildung im Kreis Herford: So gelingt der Einstieg für Unternehmen
Lukas RichterInklusive Ausbildung im Kreis Herford: So gelingt der Einstieg für Unternehmen
Veranstaltung zeigt, wie Unternehmen im Kreis Herford Ausbildungen inklusiver gestalten können
Am 20. April 2026 findet von 15:00 bis 17:00 Uhr im Speisesaal des Berufskollegzentrums Herford eine neue Veranstaltung statt, die Unternehmen im Kreis Herford dabei unterstützen soll, Ausbildungsplätze inklusiver zu gestalten. Organisiert wird die Veranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Arbeit & Beruf des Kreises Herford. Im Mittelpunkt stehen praktische Tipps zur Einstellung und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen – sowie die Vorteile, die Unternehmen daraus ziehen können.
Eröffnet wird die Veranstaltung offiziell von Landrat Mirco Schmidt. Im Anschluss hält Magdalena Weinsziehr vom Bundesverband Inklusive Unternehmen (BIU) einen Impulsvortrag zu den Chancen inklusiver Ausbildung. Dazu zählen unter anderem mehr Innovation, eine stärkere Mitarbeiterbindung und wirtschaftliche Vorteile für Betriebe.
Lokale Unternehmen präsentieren zudem konkrete Erfolgsbeispiele aus der Praxis. Dazu gehören G.-L. Metallbau aus Kirchlengern und Gut Steinbeck aus Bad Salzuflen. Ihre Erfahrungen zeigen, wie verschiedene Branchen Ausbildungsprogramme barriereärmer und zugänglicher gestalten können.
In einem World-Café-Format haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Zudem stehen Fachleute verschiedener Organisationen für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an alle regionalen Unternehmen, die sich für inklusive Einstellungspraktiken interessieren.
Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, wie viele Betriebe im Kreis Herford bereits inklusive Ausbildungsmodelle umsetzen, soll die Veranstaltung mehr Unternehmen dazu motivieren, diesen Schritt zu wagen. Bei jüngsten Jobmessen in der Region wurden zwar Branchen wie Pflege, Baugewerbe, Logistik und Einzelhandel abgedeckt – spezifische inklusive Ansätze in diesen Bereichen wurden jedoch bisher kaum thematisiert.
Die Veranstaltung bietet Unternehmen die Chance, von Best-Practice-Beispielen und Expertenwissen zu profitieren. Am Ende des Nachmittags sollen die Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen mitnehmen, um inklusive Ausbildungen in ihren Betrieben umzusetzen. Die Organisatoren hoffen, dass dies langfristig zu mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt führt.






