29 April 2026, 22:06

Illegale Abfallentsorgung: 69-Jähriger mit gefährlicher Fracht im Tunnel gestoppt

Schild am Straßenrand mit der Aufschrift "Melden Sie illegale Müllablagerungen und Verschmutzungen" mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund und einer Tafel mit Text im Vordergrund.

Illegale Abfallentsorgung: 69-Jähriger mit gefährlicher Fracht im Tunnel gestoppt

Ein 69-jähriger Mann aus Bielefeld ist angeklagt worden, nachdem die Polizei ihn mit einem überladenen Anhänger im Ostwestfalen-Damm-Tunnel angehalten hatte. Das Fahrzeug war mit gefährlichem Abfall beladen, darunter Altgeräte und Metallschrott. Später deckten die Behörden weitere Verstöße im Zusammenhang mit illegaler Abfallentsorgung und Steuerhinterziehung auf.

Der Vorfall begann, als Beamte bemerkten, dass die Ladung des Anhängers etwa 2,2 Meter über die Ladeklappe hinausragte. Bei der Kontrolle fanden sie Aluminiumschrott, Stahlabfälle und ausgediente Haushaltsgeräte, die sowohl auf der Ladefläche als auch im Inneren des Fahrzeugs verstreut waren. Der Fahrer konnte keine erforderlichen Genehmigungen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz für den Umgang mit solchen Materialien vorlegen.

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Ermittler durchsuchten anschließend einen weiteren Anhänger des Mannes. Dort entdeckten sie zusätzlichen Sondermüll, darunter mit Altöl beschichtete Fässer und Autokühler mit Restkühlmittel. Der Pferdeanhänger wurde später zu einem kommunalen Recyclinghof gebracht, um die gefährlichen Stoffe fachgerecht zu entsorgen.

Weitergehende Überprüfungen ergaben, dass der 69-Jährige etwa 20 bezahlte Abfallentsorgungen ohne die notwendige Zulassung durchgeführt hatte. Zudem gab es Hinweise auf nicht gezahlte Gebühren für ein von ihm 2021 angemeldetes Gewerbe. Das Bielefelder Zollamt wurde eingeschaltet, um mögliche Steuerhinterziehung und Verstöße gegen das Steuerrecht zu prüfen.

Dem Mann drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Umweltstraftaten, Verstöße gegen das Steuerrecht sowie Vergehen gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Behörden bestätigten, dass ihm die erforderlichen Genehmigungen für das Sammeln und Verarbeiten von Metallschrott und gefährlichem Abfall fehlten. Die Ermittlungen zu weiteren rechtlichen Schritten laufen noch.

Quelle