Herbstzeit ist Wildunfallzeit: So schützen Sie sich auf ländlichen Straßen
Lotta HofmannHerbstzeit ist Wildunfallzeit: So schützen Sie sich auf ländlichen Straßen
Herbst bringt erhöhtes Risiko für Wildunfälle auf Straßen – besonders in ländlichen Gebieten
Die Polizei im Kreis Lippe verzeichnet in dieser Jahreszeit vermehrt Meldungen über Zusammenstöße zwischen Tieren und Fahrzeugen, vor allem in der Dämmerung und bei Sonnenaufgang. Autofahrer und Motorradfahrer werden dringend aufgefordert, besonders aufmerksam zu sein und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um Kollisionen zu vermeiden.
Wildtiere wie Wildschweine, Hirsche und Rehe bewegen sich oft in Gruppen. Im Herbst suchen sie vermehrt nach Nahrung und können plötzlich auf die Fahrbahn laufen. Zwar sind Fahrer gesetzlich nicht verpflichtet, für kleine Tiere wie Hasen oder Igel stark zu bremsen – bei größeren Wildtieren ist jedoch besondere Vorsicht geboten.
So verhalten Sie sich richtig: Wird ein Tier am Straßenrand gesichtet, sollten Fahrer das Lenkrad fest umklammern, gleichmäßig bremsen und das Fernlicht abblenden. Hupen kann das Tier zusätzlich verscheuchen. Plötzliche Ausweichmanöver gilt es unbedingt zu vermeiden, da sie zu schweren Unfällen führen können.
Nach einem Wildunfall: Zunächst heißt es: Ruhe bewahren und die Unfallstelle absichern. Sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 informieren. Die Beamten alarmieren dann die örtliche Jägervereinigung, die sich um das verletzte Tier kümmert. Auf keinen Fall sollte man sich einem angeschlagenen Wildtier nähern – es kann weiterhin eine Gefahr darstellen.
Erst kürzlich verunglückte ein 16-jähriger Motorradfahrer schwer, nachdem er mit einem Wildschwein kollidiert war. Dies unterstreicht die besondere Gefährdung für Zweiradfahrer, die bei solchen Zusammenstößen besonders schutzlos sind.
Durch voraussichtiges Fahren, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, lassen sich Wildunfälle deutlich reduzieren. Eine schnelle Meldung stellt sicher, dass verletzte Tiere fachgerecht versorgt und die Straßen zügig geräumt werden. Wer diese Hinweise beachtet, trägt dazu bei, sowohl sich selbst als auch die Tiere in den risikoreichen Herbstmonaten zu schützen.






