Hagen kämpft mit Präventionskampagne gegen Rasen und tödliche Straßenrennen
Lotta HofmannHagen kämpft mit Präventionskampagne gegen Rasen und tödliche Straßenrennen
Hagener Polizei startet Präventionskampagne gegen Rasen und illegale Straßenrennen
Die Polizei in Hagen hat eine Aufklärungskampagne ins Leben gerufen, um auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit und illegalen Straßenrennen aufmerksam zu machen. Die Initiative mit dem Titel „Verantwortung bremst rücksichtslose Raserei“ richtet sich gezielt an junge Erwachsene zwischen 17 und 27 Jahren. Berater besuchen dafür lokale Schulen, um Schülerinnen und Schüler über die Risiken im Straßenverkehr zu informieren.
Den Auftakt machte die Kampagne am 4. Februar 2025 mit einem Besuch am Hohenlimburger Gymnasium. Einen Tag später folgten Gespräche mit Jugendlichen an der Hildegardis-Schule. Am 6. Februar 2025 wird das Team an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule präsent sein.
Ziel der Aktion ist es, darauf hinzuweisen, dass überhöhte Geschwindigkeit die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle ist. Die Polizei betont, dass sie im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann. Zudem gebe es in Hagen zwar nur vereinzelt, aber besorgniserregende Fälle illegaler Straßenrennen, die in den vergangenen Jahren mit Unfällen in Verbindung standen.
In ganz Nordrhein-Westfalen nehmen nicht genehmigte Autorennen seit 2015 kontinuierlich zu. Solche Events enden häufig in schweren oder sogar tödlichen Verkehrsunfällen. Als Reaktion führte Deutschland 2017 den Paragrafen 315d im Strafgesetzbuch ein. Dieses Gesetz ermöglicht härtere Strafen – darunter auch mögliche Mordanklagen, falls bei einem illegalen Rennen ein tödlicher Unfall passiert.
Die Kampagne soll junge Fahrer für die lebensbedrohlichen Folgen rücksichtslosen Fahrens sensibilisieren. Hagener Schulen unterstützen die Initiative, indem sie den Beratern eine Plattform bieten, um die Botschaft zu verbreiten. Die Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der Behörden, die Zunahme gefährlichen Fahrverhaltens einzudämmen.
