"Grüne Ufer": Alexejevs Fantasy-Meisterwerk feiert Bühnenpremiere in Jekaterinburg
Jakob Wagner"Grüne Ufer": Alexejevs Fantasy-Meisterwerk feiert Bühnenpremiere in Jekaterinburg
„Grüne Ufer“: Gennadi Alexejevs gefeierter Fantasy-Roman als Bühnenadaption in Jekaterinburg uraufgeführt
In Jekaterinburg hat eine neue Theaterfassung von Grüne Ufer Premiere gefeiert – dem preisgekrönten Fantasy-Roman des russischen Autors Gennadi Alexejew. Das Stück erkundet das Thema paralleler Existenzformen anhand der Schicksale eines sowjetischen Dichters und einer vorrevolutionären Romanzen-Sängerin und verbindet dabei historische Tiefe mit einer tragischen Liebesgeschichte.
Die Produktion wurde im Tvary, einem privaten Theater in Jekaterinburg, uraufgeführt. Regie führte und das Stück adaptierte Lilia Bornaschewa, die sich eng an Alexejevs literarische Vorlage hielt. Die Handlung verzichtet auf ein Happy End und lässt die Liebenden stattdessen im Tod vereint zurück.
Die Hauptrollen übernahmen Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa. Iwanowas Darstellung war besonders anspruchsvoll, da sie neun verschiedene Charaktere verkörperte. Inspiriert wurde der Roman von Anastassija Wjalzewa, einer realen Sängerin der vorrevolutionären Zeit, auf die Alexejew während seiner Recherchen stieß.
Grüne Ufer gilt als eines der bedeutendsten Werke der Fantasy-Literatur, das sich mit dem Konzept paralleler Daseinsformen auseinandersetzt. Die düstere, zugleich poetische Atmosphäre der Bühnenfassung spiegelt die zentralen Themen des Originals wider: Liebe, Zeit und Schicksal.
Die Premiere markiert die erste Theateradaption von Alexejevs Roman in dieser Form. Mit seinen komplexen Figuren und vielschichtigen Erzählsträngen bietet die Inszenierung dem Publikum einen frischen Zugang zum Genre des historischen Fantasy. Weitere Vorstellungen finden im Tvary-Theater in Jekaterinburg statt.






