Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz bei Erdbebenszenario
Lukas RichterGroßübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz bei Erdbebenszenario
Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großangelegter Übung
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit seiner Notfallteams zu prüfen. Im Mittelpunkt stand ein schweres Erdbebenszenario, das die Krisenstäbe an ihre Grenzen bringen sollte. Rund 100 Ehrenamtliche und Fachkräfte verschiedener Behörden beteiligten sich an der Simulation.
Die Übung basierte auf einem fiktiven Beben der Stärke 6,5 im Norden des Kreises Euskirchen. Das Szenario wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit lokalen Behörden entwickelt und orientierte sich am Risikobericht der Bundesregierung von 2019. Dieser stuft die Kölner Bucht – zu der auch Euskirchen gehört – als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 ein.
Während der Übung mussten die Teams Herausforderungen wie die Evakuierung von Anwohnern und den Transport von Verletzten bewältigen. Zudem wurden schnelle Einsatzbereitschaft, Ressourcenverteilung und die Kommunikation zwischen den Behörden getestet. Die Führungsmannschaft des Kreises arbeitete dabei auf der Führungsebene D nach Feuerwehrdienstvorschrift 100 und umfasste Kräfte aller kommunalen Feuerwehren, unterstützt von Fachberatern.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu stärken. Landrat Markus Ramers lobte im Anschluss das Engagement und bezeichnete die Maßnahme als wichtigen Schritt für den Aufbau langfristiger Krisenmanagementstrukturen.
Die großangelegte Simulation bot den Notfallteams im Kreis Euskirchen wertvolle Praxiserfahrung. Durch die Nachstellung eines schweren Erdbebens überprüfte der Kreis seine Vorbereitung auf Großschadenslagen. Die Ergebnisse sollen künftige Einsatzstrategien und die behördenübergreifende Zusammenarbeit weiter verbessern.






