Großrazzia in Münster: Zollfahnder nehmen vier Verdächtige wegen Lohnbetrugs fest
Julian SchmitzGroßrazzia in Münster: Zollfahnder nehmen vier Verdächtige wegen Lohnbetrugs fest
Zollfahnder in Münster haben in einer Großrazzia gegen Lohnbetrug und Untreue ermittelt. In den frühen Morgenstunden wurden heute in Münster und Senden zwei Haftbefehle vollstreckt, die zu mehreren Festnahmen führten. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht ein 33-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, ein nicht angemeldetes Bauunternehmen betrieben zu haben.
Der Hauptverdächtige, ein 33-jähriger Betreiber eines Bauunternehmens, wurde in seiner Wohnung festgenommen, da Fluchtgefahr und Wiederholungsgefahr bestanden. Den Behörden zufolge soll er Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und die vorgeschriebenen Arbeitgeberbeiträge nicht abgeführt haben. Bereits 2022 war seine Wohnung durchsucht worden, wobei belastendes Material sichergestellt wurde.
Zwei weitere Personen – eine 54-jährige Frau und ein 61-jähriger Mann – stehen im Verdacht, ihm dabei geholfen zu haben. Zudem wurde ein 61-jähriger Mitarbeiter, der mit dem Fall in Verbindung steht, wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen in einer anderen Sache festgenommen. Gegen alle vier läuft nun ein Strafverfahren vor dem Amtsgericht Münster.
Im Rahmen der Aktion werden derzeit sieben Objekte durchsucht, darunter vier Wohnungen und drei Geschäftsräume. Ein Team mit drei Spürhunden des Zolls ist im Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzuspüren, das mutmaßlich mit den Betrugsvorwürfen in Zusammenhang steht.
Die Verdächtigen bleiben vorerst in Untersuchungshaft, während die Ermittler Finanzunterlagen und beschlagnahmte Beweismittel auswerten, um das volle Ausmaß des angeblichen Betrugs zu klären. Der Fall wird in den kommenden Wochen vor dem Amtsgericht Münster verhandelt.






