31 May 2026, 22:06

Großrazzia gegen kriminelles Netzwerk: 24 Durchsuchungen in drei Bundesländern

HZA-DO: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Siegen und der Hauptzollstelle Dortmund / Zollschlag gegen kriminelle Gruppe in der Glasfaserausbau

Großrazzia gegen kriminelles Netzwerk: 24 Durchsuchungen in drei Bundesländern

Großrazzia gegen organisierte Kriminalität: 24 Durchsuchungen in drei Bundesländern

Diese Woche fand eine großangelegte Razzia gegen ein kriminelles Netzwerk statt, nachdem Behörden in drei deutschen Bundesländern 24 Objekte durchsuchten. Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, setzten rund 180 Beamte in einer koordinierten Aktion unter Leitung des Hauptzollamts Dortmund – Zweigstelle Siegen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen Durchsuchungsbefehle durch.

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Die Operation war der vorläufige Höhepunkt einer langwierigen Ermittlung gegen eine Gruppe, der großangelegte illegale Beschäftigung und Finanzbetrug vorgeworfen wird. Das Netzwerk soll Drittstaatsangehörige ohne gültige Visa nach Deutschland eingeschleust und sie anschließend unter ausbeuterischen Bedingungen auf Baustellen eingesetzt haben. Die Ermittler deckten zudem ein komplexes Geflecht aus Briefkastenfirmen auf, das dazu diente, das wahre Ausmaß der Machenschaften zu verschleiern.

Im Rahmen der Aktion beschlagnahmten die Beamten sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld sowie Bankkonten, die mit illegalen Gewinnen in Verbindung stehen. In zwei Objekten wurden zudem illegale Schusswaffen sichergestellt, was die Liste der untersuchten Straftaten erweitert. Die Behörden schätzen, dass das Syndikat allein über 4,4 Millionen Euro an Sozialabgaben hinterzogen hat, während die Arbeiter Lohnvorenthaltung und gefährliche Arbeitsbedingungen erdulden mussten.

Den Beschuldigten drohen nun zahlreiche Anklagepunkte, darunter Steuerhinterziehung, Sozialbetrug und Schleuserkriminalität. Zollfahnder arbeiteten bei der Beweissicherung mit Kriminalbeamten des Polizeipräsidiums Olpe zusammen. Die Ermittlungen laufen weiter, um das volle Ausmaß der Aktivitäten des Netzwerks aufzudecken.

Die Razzia stellt einen bedeutenden Schritt bei der Zerschlagung eines Syndikats dar, das mit Ausbeutung und Wirtschaftskriminalität in Verbindung gebracht wird. Die beschlagnahmten Vermögenswerte werden nun eingehend geprüft. Ob es im Laufe der weiteren Ermittlungen zu zusätzlichen Festnahmen oder Anklagen kommt, ließen die Behörden bisher offen.

Quelle