"Gemeinsam sattelfest": Wie Neuss Radfahren für Jung und Alt sicherer macht
Lukas Richter"Gemeinsam sattelfest": Wie Neuss Radfahren für Jung und Alt sicherer macht
„Gemeinsam sattelfest“: Neue Kampagne für mehr Radverkehrssicherheit im Rhein-Kreis Neuss
Im Rhein-Kreis Neuss ist eine neue Initiative für mehr Sicherheit im Radverkehr gestartet: „Gemeinsam sattelfest“ („Gemeinsam im Sattel“). Das Projekt bringt Schulen, Großeltern und lokale Behörden zusammen, um die Verkehrssicherheit für alle Altersgruppen zu verbessern. Die Organisatoren wollen damit Unfälle verringern und gleichzeitig Kindern wie älteren Mitbürgern die Freude am Radfahren zurückgeben.
Hinter der Aktion stehen die örtliche Polizei, der Kreistag, die Verkehrswacht Neuss und die Schulaufsicht. Im Mittelpunkt stehen Viertklässler, die in Nordrhein-Westfalen verpflichtend eine Radfahrprüfung absolvieren müssen. Diesmal sind jedoch auch Großeltern ausdrücklich eingeladen, mitzumachen.
Hintergrund ist ein besorgniserregender Anstieg von Unfällen mit E-Bikes (Pedelecs) bei Senioren. Da motorunterstützte Fahrräder immer beliebter werden, bieten Verkehrssicherheitsexperten nun gezielte Schulungen an: Ältere können an speziellen Pedelec-Sicherheitsseminaren teilnehmen, während Schulen Auffrischungskurse für alle anbieten, die ihre Fahrkünste wieder aufpolieren möchten.
Um die Beteiligung zu steigern, gibt es einen Wettbewerb: Schulen, die die meisten älteren Freiwilligen gewinnen, erhalten Geldpreise. Auch die engagiertesten Klassen werden belohnt – jedes Kind bekommt dann eine individuelle Auszeichnung. Extra-Punkte gibt es für Großeltern, die aktiv mitmachen und die Übungsparcours selbst abfahren.
Startschuss für die Initiative ist nach den Sommerferien. Sie läuft bis zum Abschluss der Radfahrprüfungen der diesjährigen Viertklässler.
Ziel der Kampagne ist es, durch praktische Übungen und generationenübergreifende Zusammenarbeit die Verkehrssicherheit zu stärken. Indem Großeltern in die schulischen Radfahrtrainings einbezogen werden, sollen sowohl Kinder als auch ältere Radfahrer sicherer unterwegs sein. Die Prämien für Schulen und Teilnehmer sollen zudem die breite Beteiligung im gesamten Kreis fördern.






